Klartext: Ein altes Spiel

Seit Donald Trump hat sich der Begriff Fakenews in die Köpfe der Bevölkerung gebrannt. Doch ist das verbreiten von Unwahrheiten kein neuer Trend.

Fakenews – niemand anderes als Donald Trump hat diesen Begriff mehr geprägt. Spätestens seit dem der derzeitige US-Präsident alle ungewollten und unschönen Nachrichten über sich als Fakenews betitelt, hat es diese Wortkreation in den Sprachgebrauch der Weltbevölkerung geschafft. Fakenews sind falsche Nachrichten, die sich meistens über das Internet verbreiten. Sie sollen den Verbraucher beziehungsweise Leser manipulieren. Soziale Medien wie „Facebook“ und „Twitter“ sind ein Paradies für Menschen, die Fakenews verbreiten. Denn auf diesen Plattformen werden Nachrichten häufig nicht auf ihren Wahrheitsgehalt geprüft, ungelesen einfach weitergeteilt und verbreitet.

Nicht nur Politiker sind von diesen Falschmeldungen betroffen, sondern auch regionale Unternehmen muss dagegen ankämpfen. Kürzlich verbreitete sich über den Getränkehersteller „Förstina“ ein böses Gerücht. Das Unternehmen „Heurich“ solle Förstina kaufen. Dieses Gerücht soll über eine Witzeplattform entstanden sein. Auf „24aktuelles.com“ kann jeder seinen eigenen Witz erfinden und ihn auf „Facebook“ teilen. Das Gerücht über den Verkauf habe sich schnell verbreitet. Der Schaden, der durch diese bösartige Unterstellung entstanden ist, kann nicht beziffert werden. Vor allem für die Mitarbeiter des Unternehmens ist es sicherlich sehr unschön gewesen, solche Dinge im Internet zu lesen. Was soll daran witzig sein? Auch wir Journalisten haben immer wieder mit Fakenews und Gerüchten zu kämpfen. Einerseits werden Geschichten an uns herangetragen, bei denen sich nach gründlicher Prüfung herausstellt, dass diese nicht wahr sind. Andererseits wird auch uns immer wieder vorgeworfen, dass wir Unwahrheiten veröffentlichen würden. Hierbei sei zu erwähnen, es gab schon vor vielen Jahren den Ausspruch: „Nichts zählt mehr, als das gedruckte Wort.“ Woran auch wir uns halten. All unsere Storys sind geprüft. Wir sind nicht an der schnellen Schlagzeile interessiert, sondern gehen unserem Anspruch nach, all unsere Geschichten gründlich zu recherchieren. Ich vergleiche Socialmedia gerne mit dem Tratschweib in der Schule oder der Frau, die man die „Dorfzeitung“ nennt. Man hört ihr (vielleicht) gerne zu, aber glauben sollte man nicht alles was sie erzählt.

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