Klartext: Nur Bares ist Wahres?

Fulda aktuell-Redakteurin Antonia Schmidt beschäftigt sich mit dem Thema bargeldloses Bezahlen.

Ich bin dafür bekannt, eigentlich nie Bargeld dabei zu haben. Die EC-Karte ist mein bester Freund und Lieblingszahlungsmittel. Denn der Weg zum Bankautomaten im Nachbardorf ist einfach viel zu weit und häufig kommen Einkäufe doch eher spontan, man weiß nie, wie viel Geld man braucht. Also dann an der Kasse die EC-Karte zu zücken, ist definitiv bequemer.

Doch am vergangenen Wochenende war es sogar mir peinlich, eine Rechnung von 27 Cent mit der Karte zu zahlen. Zugegeben ich war gerade mit meiner Hündin laufen, als mir einfiel, dass ich beim Einkauf am Morgen etwas Wichtiges vergessen hatte. Also stürmte ich danach in den Laden. Volle 26 Cent befanden sich in meinem Geldbeutel, also genau ein Cent zu wenig – wie ärgerlich. Daher suchte ich mir noch etwas, damit ich wenigstens über einen Euro kommen würde. Unangenehm war mir die ganze Sache trotzdem irgendwie. Obwohl das bargeldlose Bezahlen immer mehr zum Thema wird. Es gibt sogar bereits Überlegungen das Bargeld ganz abzuschaffen. Bei Banken zahlt man ja mittlerweile Gebühren, wenn man sein Kleingeld dort einzahlen möchte. Auch „Paypal“ und Co machen das bargeldlose Bezahlen immer attraktiver. Wenn mir jemand mal wieder etwas Geld leihen musste, da man nicht mit Karte zahlen konnte, bekommt die Person es direkt über das Smartphone auf sein Konto. So einfach und bequem ist das. Auch das Geld sammeln für gemeinsame Geschenke ist dadurch einfacher geworden. Vorbei sind die Zeiten, als man seinem Geld hinterher rennen musste, weil die Mitschenker mal wieder vergessen hatten, ihren Anteil mitzubringen. Heute wird einfach nur eine Geldforderung geschickt und der „Schuldner“ sendet das Geld per Knopfdruck. Trotz allem muss ich aber gestehen: So ganz ohne Scheine und Münzen, kann ich mir unsere Welt nicht vorstellen.

Rubriklistenbild: © Pixabay/ Duangphung

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