Klartext: Braunes Gold

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Redakteurin Jennifer Sippel zur drohenden Schokoladen-Knappheit.

Liebe Leserinnen und Leser, die "Süßen" unter uns müssen jetzt ganz stark sein. Denn: Die Schokolade wird knapp. Die Kakao-Ernte reicht kaum aus, um unseren Appetit zu stillen. Und jetzt haben auch die Asiaten die braune Köstlichkeit für sich entdeckt. Außerdem produzieren Kakaobauern jetzt schon weniger Kakao, als wir weltweit konsumieren.

Das Problem ist zudem, dass die Kakao-Pflanze sehr langsam wächst und empfindlich ist. Während Sie diese Zeilen lesen, neigen sich also die Schokoladenvorräte der Welt dem Ende entgegen.Ich hatte mir nun schon überlegt, ob ich mir einen großen Vorrat an "Schoki" besorgen soll – ich bin zwar kein allzu großer Schokoladen-Junkie, aber dann und wann mal ein Stückchen ist ja schon sehr lecker. :-) So schlimm scheint es aber doch nicht zu sein. Auch die Schoko-Weihnachtsmänner in diesem Jahr sind noch nicht betroffen – sie stehen ja auch schon in Hülle und Fülle in den Supermarkt-Regalen.

Die Verknappung bei Kakao ist kein neues Thema. Einige Hersteller haben sich bereits darauf eingestellt und eigene Kakaoplantagen gekauft, um dort die kostbaren Bohnen anzubauen, um unabhängig vom schwierigen Markt zu sein.

Was können wir nun tun? Müssen wir aufhören Schokolade zu konsumieren? Ich befürchte ja. Oder wir müssen beim Geschmack von Schokolade Einbußen hinnehmen. Denn in Zentralafrika wird an einer neuen Kakaopflanze geforscht, die sieben Mal mehr Ertrag bringen soll als gewöhnliche Kakaopflanzen. Dafür leidet aber der Geschmack. Und, ganz ehrlich, würden Sie, liebe Leserin und lieber Leser, es in Kauf nehmen, eine Schokolade zu essen, die zwar günstig ist, aber weniger Geschmack hat? Einfach nur, um Schokolade essen zu können? Ich denke nicht, dass ich das tun würde – wo bleibt denn da das Vergnügen und das Geschmackserlebnis? Die Industrie wird diese Entwicklung natürlich begrüßen, so lange gewährleistet ist, dass der beliebte Rohstoff Kakao nicht zur Neige geht.

Schoko-Fans können ebenfalls noch etwas tun: zum Beispiel Schokolade aus fairem Handel kaufen. Denn da werden den Produzenten faire Preise für die Waren garantiert. So bekommen die Kakaobauern den Lohn, der ihnen zusteht.

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