Klartext: Corona entschleunigt

Das Coronavirus bringt uns allen tiefe Einschnitte im alltäglichen Leben.
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Über positive Aspekte der Coronakrise und die Hoffnung auf die Zeit danach schreibt Redakteur Christopher Göbel in seiner Wochenkolumne.

Das Coronavirus bringt uns allen tiefe Einschnitte im alltäglichen Leben. Ich muss sagen: Ich gewöhne mich langsam an das sehr entschleunigte Leben. Grundsätzlich bin ich ein Optimist, der immer versucht, das Beste aus einer Situation zu machen. Wir Presseleute bei FULDA AKTUELL arbeiten derzeit im Wechsel im Home-Office und im Verlag. Somit sind immer möglichst wenige Menschen zusammen am selben Ort – wie es auch per Verordnung vom Bund gefordert wird.

Die Zeit, die man dann alleine verbringt, kann man mit einer ganz anderen Arbeitsweise verbringen als den früheren, oftmals hektischen Redaktionsalltag. Man hat mehr Zeit für alles, kann mit Ruhe und mit Bedacht herangehen und vielleicht werden die Ergebnisse dadurch auch besser. Insofern bin ich in einer recht komfortablen Lage.

Bei vielen anderen ist das nicht so. In der vergangenen Ausgabe haben wir den Menschen gedankt, die während der Coronakrise für uns im Einsatz sind. Diesem Dank schließe ich mich auch in dieser Woche uneingeschränkt an. Denn ohne diejenigen, die sich auch jetzt im Kranke, Alte oder im Supermarkt um uns alle kümmern, würde unser System zusammenbrechen.

Erlebnisse beim Einkaufen

Wenn ich Einkaufen gehe, fällt mir auf, dass sich die meisten Menschen an die Vorgaben halten. Das freut mich. Zwar gibt es immer noch einige, die sich beim Griff ins Regal direkt an mir vorbeidrängeln oder diejenigen, die mit ihrem Einkaufswagen mitten im Gang stehen. Wenn man dann vorbei möchte, kann man die 1,5 bis zwei Meter nicht einhalten. Eine Dame blaffte mich neulich an: „Abstand!“. Dass sie mitten im Weg stand, schien sie irgendwie nicht registriert zu haben. Die Supermärkte, die ich normalerweise aufsuche, haben sich viele Gedanken gemacht, um ihre Kunden und vor allem ihre Mitarbeiter weitestgehend vor einer Corona-Infizierung zu schützen.

Anders geht es den Händlern, die jetzt nicht öffnen dürfen. Die kommen auf findige Ideen, beispielsweise jetzt Gutscheine per Post zu verkaufen, die nach der Krise eingelöst werden können. Dass viele kleinere Läden jetzt auch Unterstützung vom Bund bekommen und auch Vermieter die monatlichen Gebühren aussetzen, damit der Einzelhandel nicht in der Krise untergeht, ist sehr lobenswert. Allerdings müssen auch die Geschäftsleute sich weiter Gedanken machen, wie sie nach Corona weitermachen können. Online-Shops mit Lieferservice können ein guter Weg sein, die Krise zu überstehen.

Sinnvolle Aktionen der Geschäftsleute

Doch kreative Ideen sind nun gefragt uns wir müssen jetzt überlegen, wie wir die Vielfalt der Einkaufsmöglichkeiten für die Zeit nach Corona erhalten können. Lieferservice oder Bestellungen bei regionalen Online-Plattformen sind eine gute Möglichkeit, dafür zu sorgen, dass nach der Krise nicht massenweise Geschäfte in den Innenstädten pleite gegangen sind. Je sinnvoller die jetzigen Aktionen der regionalen Händler sind, desto besser werden sie die Krise überstehen. Und wie Kurzarbeitergeld, Überbrückungskredite oder staatliche Hilfen an die Unternehmen ausgezahlt werden können, ist beispielsweise im Internet beschrieben.

Bitte bleiben Sie gesund und zuhause.

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