Klartext: Diesmal sind wir grün

Bertram Lenz und seine Gedanken zur grünen Heimatwald-Printausgabe in dieser Woche.

Grün ist seit jeher die Farbe der Hoffnung. Insofern verbindet sich mit dem Grün, das diese Ausgabe von „Fulda aktuell“ dominiert, auch Hoffnung. Nämlich dahingehend, dass es dem Wald – nicht nur unserer Heimat – irgendwann einmal besser gehen möge als derzeit. Der Wald, diese immer irgendwie romantisch verklärte Lieblingsstätte der Deutschen, war in den letzten Jahren häufig in den Schlagzeilen. Und dies leider häufig negativ.

Was kein Wunder ist, denn beispielsweise extreme Trockenheit, Stürme, der Borkenkäfer und Pilzbefall haben den Bäumen zugesetzt und uns Mitleid erregende Bilder hinterlassen. Andererseits ist „Waldbaden“ plötzlich sehr in Mode gekommen, gerühmt als Erlebnis für Körper und Geist. Und: Immer mehr Mädchen und Jungen besuchen „Waldkindergärten“, um in freier Natur gerade auch den rücksichtsvollen Umgang mit eben jener zu erlernen.

Mit diesen „grünen“ Sonderseiten der aktuellen Ausgabe wollen wir den Blick auf den momentanen Zustand unseres „Heimatwaldes“ richten. Dabei zugleich aber nicht in Resignation verfallen, sondern auch auf die Möglichkeiten und Perspektiven hinweisen, die er sowohl uns Menschen als auch den Tieren bietet, die dort zu Hause sind.

Wer mit offenen Augen durch die Wälder geht, der wird größtenteils zunächst einmal erschrecken, wenn er sieht, was unter anderem die letzten drei trockenen Jahre angerichtet haben oder welche Schäden der nur wenige Millimeter große Borkenkäfer hinterlassen kann.

Möglich gemacht hat die tiefen Einblicke in den uns umgebenden Wald Florian Wilshusen, Leiter des Forstamtes Hofbieber. Wer mit einem solchen Fachmann und offenen Augen in der Natur unterwegs ist, der erkennt, dass die Situation zwar beängstigend, vielleicht aber auch nicht ganz aussichtslos ist.

Und er registriert, wie vielschichtig die Aufgaben einer solchen Behörde wie des Forstamts Hofbieber sind. Die Mühen von Wilshusen und seiner Mitarbeiter werden übrigens sehr wohlwollend auch in Wiesbaden registriert, wie der jüngste Besuch der zuständigen Ministerin Priska Hinz gezeigt hat.

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