Klartext zum Eier-Skandal: Gift im Alltag

Redakteur Christopher Göbel schreibt über den Rückruf von Millionen mit dem Gift Fibronil verseuchten Hühnereiern und Produktrückrufe.

Eier – wir brauchen Sie im täglichen Leben sehr oft. Außer, wir sind Veganer oder vertragen sie nicht. Kuchen, Nudeln, Desserts oder ganz einfach als Frühstücksei genießen wir das Hühnerprodukt gerne. Dass jetzt 2,9 Millionen Niederländische Eier zurückgerufen wurden, weil das Biozid Fibronil darin gefunden wurde, dürfte vielen unter uns den Eierkonsum madig machen. Das Gift soll über ein niederländisches Reinigungsmittel in die Hühnerfarmen gelangt sein. Auch in Deutschland, wie das Internetportal www.produktwarnung.eu vermutet.

Das wäre der Eier-GAU, denn bis alle Daten ausgewertet wurden, dürfte ein Großteil der kontaminierten Eier bereits aufgegessen worden sein. Sie halten sich ja auch nicht ewig. Als Otto Normalverbraucher, wie auch ich einer bin, ist es erschreckend, wenn man sich auf der oben genannten Website umschaut oder im Internet nach Begriffen wie „Produktwarnung“ oder „Rückruf“ sucht. Das zeigt auf, dass nicht alles rund läuft auf dem deutschen Markt. Dass Lebensmittel, Spielzeuge und alltägliche Gebrauchsgegenstände gefährlich sind oder werden können, auch wenn sie sachgemäß benutzt werden. Wenn man tiefer in die Materie einsteigt, wundert man sich, warum man sich nicht schon durch Essen bestimmter Dinge oder Benutzen von Gegenständen selbst ins Grab befördert hat. Kunststoffteile in Fertignudeln, Gift in getrockneten Aprikosen, Salmonellen in Mettwurst – die Liste ist furchtbar lang. Aber was soll man tun? Eigentlich hilft es nur, die EU- oder bundesweiten Produktwarnungen ständig im Auge zu behalten. Über Medien wie Zeitungen, Radio und Fernsehen werden wir oft nur über die skandalträchtigen Warnungen informiert. Ich werde zukünftig häufiger nachsehen, welche Produkte auf dem Markt zurückgreifen werden, um das Risiko für die Gesundheit meiner Familie soweit wie möglich sicherzustellen. Denn die Rückrufe bei Lebensmitteln ziehen sich durch alle Sparten – vom Discounter bis zum teuren Bioladen. Seien wir ehrlich: Wer möchte sich schon mutwillig selbst vergiften? Gut, dass es verantwortungsbewusste Hersteller und Institutionen gibt, die ein Auge darauf haben, was in die Supermarktregale kommt und was eine Gefahr für Gesundheit, Leib und Leben darstellt.

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