Klartext: Essengehen ist für mich ein Genuss-Erlebnis

Redakteur Christopher Göbel
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Redakteur Christopher Göbel

Dass Essengehen in der Corona-Pandemie mit einigen Planungen und Einschränkungen verbunden ist, stört Redakteur Christopher Göbel nicht. Er hofft, dass die Branche die Krise gut überstehen wird.

Ich esse gerne auswärts. Ich genieße es, Gerichte zu essen, die ich selbst selten zubereite –oder zugegebenermaßen auch nicht zubereiten kann. Ich genieße es, von nettem Personal nach meinen Wünschen befragt zu werden, in den Speisekarten der heimischen Gastronomie zu stöbern und mir das am schmackhaftesten erscheinende auszusuchen. Meine Kinder, zwei davon inzwischen Vegetarier, finden zumeist auch fleischlose Gerichte, die ihnen schmecken.

Die Atmosphäre in einem Restaurant ist meistens angenehm. Man kann sich gut unterhalten, ohne daran denken zu müssen, was in der eigenen Küche noch zu tun wäre. Man kann auch mal Gesprächen vom Nachbartisch lauschen. Und man kann vor allem genießen.

Das hat seinen Preis, der in den meisten Fällen auch gerechtfertigt ist. In einem Restaurant ist es nicht damit getan, das Gekochte zu servieren. Nein, es hängt viel mehr daran. Personalplanung, Lebensmitteleinkauf, Mieten, Energiekosten – alles das muss durch die Einnahmen finanziert werden. Dass durch die Politik die Gastrobranche arg gebeutelt wird, erschließt sich mir nicht komplett. Glaubt man dem Deutschen Hotel-und Gaststättenverband, so sind Restaurants kaum Infektionsherde. Ich spreche hier allerdings nicht von Bars und Clubs, in denen getanzt wird und Abstand kaum möglich ist. Ich rede von den Restaurants, die wegen Corona ihre Tisch-Anordnungen abstandsgerecht verändert haben, Trennwände aufstellten oder sogar Belüftungsanlagen eingebaut haben, um die Infektionsrisiken zu minimieren.

Beim Thema Hygiene ist die Gastronomie schon lange vor Corona eine der Branchen gewesen, die besonders auf Sauberkeit und Hygiene achten musste.

Und genau darauf vertraue ich, wenn ich mich in ein Restaurant oder eine Gastwirtschaft setze. Ich vertraue darauf, dass sich der Koch die Hände regelmäßig wäscht, Geschirr und Gläser sorgfältig gereinigt sind und beim Zubereiten der Speisen keine Haare in der Suppe landen.

Und auch in Zeiten von Corona gehe ich weiterhin gerne essen. Wenn es dafür einen Antigentest braucht, dann mache ich den eben vorher. Alleine, um in den Genuss des Essengehens kommen zu können. Selbst wenn ich als „Geboosterter“ keinen Extra-Test benötigen würde, mache ich ihn vor dem Restaurantbesuch, denn sicher ist sicher.

Ich hoffe, dass unsere Gastronomie sich von der Krise erholen kann und vor allem der Frühling einen Aufschwung für die Branche bringt. Das leckere Schnitzel oder den Latte Macchiato mit einem Stück Donauwelle möchte ich nämlich gerne weiterhin genießen können. Ich drücke allen Gastronominnen und Gastronomen die Daumen, dass sie die Coronakrise überstehen. Und wenn ich sie derzeit durch Restaurantbesuche dabei unterstützen kann, dann tue ich das mit Freuden.

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