Klartext: Die Fastenzeit

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Jennifer Bertram über die Zeit bis Ostern, die viele zum Fasten nutzen.

Hand auf’s Herz: Haben Sie schon ‘gesündigt’? Oder halten Sie noch durch?Es ist Fastenzeit und viele – nicht nur Katholiken – nutzen die 40 Tage bis Ostern, um mal auf etwas zu verzichten. Für die einen ist es eine religiöse Tradition, für die anderen ein guter Zeitpunkt, seinem Körper Gutes zu tun: Mindestens jeder zehnte Erwachsene in Deutschland verzichtet in der Fastenzeit auf etwas. Süßigkeiten, Alkohol oder Fernsehen sind dafür absolute Klassiker.

Mittlerweile gibt es auch Menschen, die in dieser Zeit auf soziale Netzwerke wie "Facebook" verzichten. Kaffee, Fleisch und Zigaretten stehen ebenfalls ganz weit oben auf der "Verzichtsliste" in der Fastenzeit.

Ich selbst habe mich auch entschieden, mal auf Süßes und Alkohol zu verzichten. Wobei ich sagen muss, dass ich generell nicht viel Alkohol trinke und das somit kein großes Problem werden sollte. Mit den Süßigkeiten sieht es da schon anders aus – mal hier ein kleines Stück Schokolade, mal dort ein paar Salzstangen. Aber, da Sie nun diesen Text lesen, dürfen Sie mir ruhig auf die Finger hauen, sollten Sie mich bis Ostern mal mit Schoki oder einem Glas Sekt sehen.

Es ist das erste Mal, dass ich in der Fastenzeit auf etwas verzichte. Als Protestant bin ich früher nie wirklich mit diesem Thema in Berührung gekommen, doch seit ich im Landkreis Fulda lebe, bekomme ich davon immer mehr mit und bin neugierig geworden.Ein Bekannter von mir hat sich vorgenommen, die 40 Tage bis Ostern auf sein Handy zu verzichten. Da muss ich ja sagen, das wäre für mich eine Nummer zu groß. So ganz ohne Smartphone. Er selbst hat zwei Kinder von zwei Frauen und sagte schon, dass schon allein die Organisation von "Papa-Tagen" sicher nicht einfach wird. Aufgeben wird für ihn eher schwierig: Er ist Moderator bei einem Radiosender in Hannover und seine "Fastenaktion" wird auch "On-Air" begleitet.

Ich habe mich auf die Fastenzeit gefreut und denke, dass es gut ist, mal zu verzichten und die Zeit auch zu nutzen, um einmal in sich zu gehen und sich zu besinnen. Man kann auch mal seine eigenen Routinen überprüfen und vielleicht sogar einen Neuanfang starten.

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