Klartext: Flüchtlingskrise - Lieber erst nachdenken!

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Unsere Redakteurin Jennifer Sippel hat sich erneut mit dem Thema Flüchtlingskrise auseinandergesezt.

Region. Nach wie vor beherrscht ein Thema zurzeit die Nachrichtenwelt – zumindest in Europa: Die Flüchtlingskrise. Jeder, wirklich jeder, kann etwas dazu sagen. Und diese Tatsache kann man sowohl positiv als auch negativ sehen. Denn beispielsweise in sozialen Netzwerken gibt es seit Wochen extrem viele wirklich dumme Kommentare zu diesem Thema. Da möchte man den Verfasser mitunter am liebsten packen und schütteln, in der Hoffnung, dass die Synapsen im (hoffentlich vorhandenen) Hirn dann wieder richtig funktionieren und der Mensch nachdenken kann, bevor er irgendwelchen Schwach­sinn kommentiert, postet oder twittert.Auf jeden Fall darf man sich auch kritisch zu dem Thema äußern. Natürlich darf man Bedenken haben, dass, wenn Flüchtlingskinder in die Schulen kommen, die eigenen Kinder vielleicht nicht mehr so unterrichtet werden können, wie es sonst möglich wäre. Sicher  kann man verstehen, dass einige Angst haben, dass sich unter den Flüchtlingen islamistische Schläfer befinden könnten.  Selbstverständlich kann man sich Gedanken darüber machen, was die Flüchtlinge mit ihrer vielleicht vorhandenen Langeweile anfangen werden. Manch einer befürchtet in diesem Zusammenhang eine Zunahme von Straftaten. Wobei ich denke, dass dem ein oder anderen Hartz-IV-Empfänger auch sehr langweilig ist... Wir dürfen bei all diesen Gedanken eins nicht vergessen: Uns geht es sehr gut. Wie würden wir uns fühlen, wenn wir in der Situation der Flüchtlinge stecken würden? Auf der Flucht vor Krieg oder Terror. Getrennt von der Familie, die vielleicht noch im Heimatland zurückgeblieben ist, weil sie die Flucht ins Ausland nicht überlebt hätte.

Ich hatte in dieser Woche einen Termin im Fuldaer Polizeipräsidium und habe somit direkt an der Zeltstadt auf dem dortigen Parkplatz geparkt. Ein komisches Gefühl. Ich steige aus seinem Auto aus und steuere das Gebäude an. Doch ich drehe mich noch einmal um. Ich sehe Kinder, Frauen und Männer. Sie reden, sie spielen, sie telefonieren. Sie haben nichts mehr, außer den paar Habseligkeiten, die sie mitgenommen haben. Nicht auszumalen, was sie bereits alles in ihrem Leben, in ihrem Heimatland, auf ihrer Flucht erlebt und verloren haben.

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