Klartext: Kreativ durch die Krise

Redakteur Christopher Göbel über die Corona-Pandemie und das bevorstehende Weihnachtsfest

2020 war und ist ein Jahr, wie wir es noch nie erlebt haben. So vieles war neu für uns, so viele Einschränkungen haben unser Leben bestimmt. Und doch war für mich immer der Funke der Hoffnung da, dass es wieder besser wird. Kontaktbeschränkungen, ein nahezu stillgelegtes Kulturleben, Hamsterkäufer und Unterricht oder Arbeit zuhause – all das prägte das Coronajahr 2020.

Und doch blühen und blühten im Coronajahr 2020 immer wieder zarte Pflänzchen der Hoffnung. „Ein anderer Sommer“ in der Bad Hersfelder Stiftsruine, Auto-Gottesdienste und Konzerte im Freien und ganz viel Kreativität unter den Menschen sind nur drei der positiven Dinge, die mir aus diesem Jahr im Gedächtnis bleiben werden.

Dass zahlreiche Menschen seitdem Nachbarschaftshilfe und Einkaufsdienste für alte und kranke Menschen übernommen haben, zeigt mir, dass Nächstenliebe auch in unserer heutigen Zeit kein Fremdwort ist. Wir kümmern uns umeinander. Und dazu gehört meiner Meinung nach auch, sich an geltende Abstands- und Hygieneregeln zu halten – auch wenn sie einem nicht gefallen. Wir schützen mit Alltagsmasken vor allem unsere Mitmenschen.

Auch dass unsere Welt digitaler geworden ist, verdanken wir dem Coronavirus. Video-Andachten im Internet, Konferenzen mit Webcam und Smartphone oder Vereinsvorstandbeschlüsse per E-Mail – all das war vor Corona in weiter Ferne. Und doch hat sich unsere Gesellschaft sehr schnell mit den aktuellen Techniken angefreundet.

Wir alle hatten gehofft, dass spätestens mit dem Beginn der Adventszeit eine neue Zeit beginnen würde. Dass das nicht so ist, zeigen uns die noch immer steigenden Zahlen an Corona-Infizierten und die vielen Todesfälle, die auf COVID-19 zurückzuführen sind. Auch der mögliche komplette Lockdown vor oder nach den Feiertagen ist laut Bundeskanzlerin Angela Merkel und einiger Länderchefs nicht ausgeschlossen.

Und doch ist Advent die Zeit der Hoffnung. Die Zeit der Vorfreude. Und Zeit für die Familie. Durch Home-Office haben viele sogar noch mehr Zeit als in der Vergangenheit. Weihnachtsschmuck und Plätzchen backen gehören jedes Jahr dazu – und damit holen wir uns Normalität ins Haus. Vielleicht machen wir uns heute mehr Gedanken darüber, was wir zu Weihnachten verschenken, und kaufen es in den Läden vor Ort, so gut es geht. Auch an Heiligabend werde ich die Zeit mit meinen Lieben verbringen – sofern es erlaubt sein wird. Nicht alle auf einmal, aber über die Feiertage verteilt. Ein coronakonformes Weihnachtsfest ist sozusagen geplant.

Glaube, Liebe und Hoffnung überstehen jede Krise, und positives und kreatives Denken wird uns alle weiterbringen. Wichtig ist, dass wir auf uns selbst und auf unsere Mitmenschen acht geben. Ich wünsche Ihnen allen ein gesegnetes Weihnachtsfest. Und bleiben Sie vor allem gesund.

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