Klartext: Liebe, Lust und Leben

Redakteurin Antonia Schmidt zeigt sich von der Ausstellung Große Freiheit - liebe.lust.leben, die derzeit in Fulda gezeigt wird, begeistert.

Fulda - Mit 50 interaktiven Stationen bietet die „Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung“ spannende Informationen zum Thema Sexualität und Gesundheit. Bereits vor der Ausstellungeröffnung am Montag waren 450 Schüler für die „Große Freiheit – liebe.lust.leben“ angemeldet. „Fulda aktuell“ war zur Eröffnung eingeladen und durfte einen Blick in die bunte und interaktive Ausstellung werfen, denn dabei geht es um ein wichtiges Thema: Aufklärung. Aufklärung über Sexualität und deren mögliche Folgen, denn die Zahlen der AIDS- und STI-Infizierten steigen. Grund dafür ist einerseits die fehlenden Aufklärung. Wie schütze ich mich richtig? Und wie wende ich diesen Schutz an? Diese Fragen werden den Besuchern in der Ausstellung an Hand von acht fiktiven Personen beantwortet. Dabei gilt, selber lernen und entdecken. Das Personal steht den Besucher jedoch jederzeit für Fragen zur Verfügung.

Mich hat die Ausstellung fasziniert, denn die Art und Weise, mit der diese doch oft unangenehmen Themen angegangen werden zeigt, dass man so ernste Sachverhalte auch locker und humorvoll betrachten kann. Vielleicht genau der richtige Weg, Jugendliche zum Nachdenken und Zuhören zu bringen. Dieses Thema geht uns alle an, denn nicht nur junge Menschen sind gefährdet, sich beim Geschlechtsverkehr mit einer Krankheit anzustecken. Auch, wenn in unserer katholisch geprägten Region das Thema Sex eher weniger in der Öffentlichkeit behandelt wird, als in anderen Städten finde ich es wichtig, über dieses Thema zu sprechen. Gerade, wenn man merkt, dass etwas nicht stimmt, sollte sich niemand schämen müssen, zum Arzt zu gehen oder sich Hilfe bei einer der örtlichen Organisation zu suchen. Heute kann man sexuell übertragbare Krankheiten behandeln. Wenn gleich AIDS noch nicht heilbar ist, lässt sich damit leben. Auch dieser Teil der Aufklärung gehört dazu – offen mit seinen Problemen umgehen und sich Hilfe suchen.

Die Ausstellung ist heute und noch bis zum morgigen Sonntag von 9 bis 20 Uhr zu sehen, der Eintritt ist kostenlos.

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