Klartext: Ich liebe den Sommer

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Christopher Göbel schreibt in seinem Klartext über die Vorzüge des Sommers.

Osthessen - Es ist heiß gewesen in dieser Woche. Temperaturen jenseits der 30 Grad Celsius machen manchen gesundheitlich zu schaffen, aber viele genießen auch das Wetter im Garten, im Freibad, im Eiscafé – aber fast immer im Schatten. Wer dennoch in die Sonne muss, ist nach wenigen Minuten klitschnass und alles klebt. Ich genieße den warmen Sommer, aber zu heiß muss es auch nicht sein. Aber wenn mir zu heiß ist, dann rufe ich mir eiskalte Wintertage ins Gedächtnis, trübe Februare, regnerische Oktobertage. Und dann gefällt mir der Sommer schon wieder viel besser. Natürlich bin ich sehr froh über meinen Arbeitsplatz, wo in der Redaktion mit einer Klimaanlage angenehme Temperaturen gezaubert werden. Bei „Facebook“ wird schon der Ruf nach Weihnachtsgebäck und Schneeballschlachten laut, was mich daran erinnert, dass so manchem Zeitgenossen die Hitze nicht gut zu bekommen scheint. Im Straßenverkehr besonders.

Die einen schleichen, also ob der Asphalt jederzeit schmelzen würde, die anderen rasen, um nicht in den Asphaltlöchern zu versinken. Waghalsige Überholmanöver auf den osthessischen Straßen, Auffahren bis man die Scheinwerfer des Wagens hinter sich nicht mehr sieht, zahlreiche Unfälle – bei Hitze scheint so manchem Verkehrsteilnehmer das rechte Maß wegzuschmelzen.

och der Sommer hat seine wirklich schönen Seiten, denn Kultur sprießt, lockt und begeistert. Der „Musicalsommer Fulda“ mit dem fulminanten „Medicus“ ist ein Beispiel dafür, aber auch die „Bad Hersfelder Festspiele“, die am Freitagabend mit „Luther – Der Anschlag“ eröffnet wurden. Das Freilichttheater in Bad Hersfeld ist mehr noch als der „Medicus“ von gutem Wetter abhängig. Schließlich werden die Schauspieler bei Regen nass, während das Publikum auch bei einem Platzregen unter dem Zeltdach von Frei Otto trocken bleibt.

Einmal abgesehen vom kleinen Freilichttheater im „Schloss Eichhhof“, wo beide Parteien einen Guss nur mit Plastikcapes überstehen. Dschungelcamp-Teilnehmer Markus Majowski, der dort im Hitchcock-Stück „39 Stufen“ mitspielt, ist an extreme Bedingungen ja schon gewöhnt ;-) !

Ich bin gespannt, was Intendant Dieter Wedel in diesem Jahr auf die Bühne bringt – mit nahezu ausverkauften „Luther“-Vorstellungen sind die Vorschusslorbeeren groß. Der bestens verkaufte „Medicus“ hat 2016 schon bewiesen, dass er begeistern kann. Und ich freue mich auf viele Freilicht- und Freiluft-Events in diesem Sommer.

Allen, die sich schon jetzt wieder Eis und Schnee wünschen: Der nächste Winter kommt bestimmt!

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