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Klartext: Neue Herausforderungen für Schulanfänger

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Von: Christopher Göbel

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Die Sommerferien sind seit einer Woche vorbei und vor allem für die Erst- und Fünftklässler begann ein neuer Lebensabschnitt.

Für tausende Kinder begann am Montag ein neuer Lebensabschnitt. Die einen kamen in die Grundschule, die vier Jahre älteren in die erste weiterführende Schule. Das war natürlich für die meisten mit großer Aufregung verbunden: Mit wem komme ich in eine Klasse? Neben wem werde ich sitzen? Wie sind meine Lehrer? Diese und andere Fragen beschäftigten unsere Kinder, spätestens gegen Ende der Sommerferien. Und hinter all den Fragen stand eigentlich: „Was kommt nun auf mich zu?“

Das ist an sich ein Prozess, den wir in unserem Leben mehrfach durchlaufen. Kindergarten zu Schule, Schule zu weiterführender Schule, weiterführende Schule zu Ausbildungsstelle oder Universität, Universität oder Ausbildung zu erster Arbeitsstelle ... immer wieder stehen wir vor neuen Situationen, neuen Aufgaben und neuen Herausforderungen. Unsere Aufgabe ist es, diese zu meistern und bei dem, was wir tun, möglichst erfolgreich zu sein.

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Vor allem in der Schule ist es wichtig, dass unsere Kinder nicht abgehängt werden. Bei dem ein oder anderen Sprössling zeichnet sich schon in der ersten Klasse ab, dass die Leistungen auf hohem Niveau sind, bei dem anderen passiert genau das Gegenteil. Ich denke, das ist ganz normal. Das gab es zu allen Zeiten und in allen Gesellschaften.

Was wir als Eltern vielleicht besser nicht tun sollten, ist, unsere Kinder unter Druck zu setzen, wenn die gezeigten Leistungen unserem eigenen Anspruch nach zu gering sind. Natürlich freut man sich mit seinem Kind über eine „1“ und eine „5“ lässt einen nicht strahlen. Doch auch das passiert. Und wenn es einmal gar nicht auf Anhieb hinhaut: Manche Kinder sind mit einer „Ehrenrunde“ besser dran, als sich bis zum – dann oft mäßigen – Abschluss durch die Schulzeit zu quälen. Persönlichkeit und Sozialkompetenzen unserer Kinder werden in vielen Unternehmen heute stärker bewertet als die Noten, die im Abschlusszeugnis stehen.

Und wie ich an mir selbst – der oftmals wegen bestimmter Fächer nur mit Müh’ und Not die nächste Klassenstufe erreichte – feststellen konnte, müssen die schulischen Leistungen nicht unbedingt mit denen im späteren Beruf übereinstimmen. Ob es am zunehmenden Alter liegt, oder daran, dass ich mich in meinem Beruf statt auf viele Dinge (Mathe, Physik, Chemie, Latein, Kunst ...) auf das konzentrieren kann, was mir wirklich Freude macht, weiß ich nicht. Es könnte aber sein...

Aber um das zu werden, was man später als Beruf ausüben kann, ist die Schulzeit unabdingbar. Und deshalb wünsche ich allen Schülerinnen und Schülern von der ersten bis zur 13. Klasse ein erfolgreiches Schuljahr mit möglichst vielen Erfolgserlebnissen und Erfahrungen, die sie im späteren Leben mit Sicherheit zu schätzen wissen.

Ich selbst habe den Spruch „Wir lernen nicht für die Schule, sondern fürs Leben“ als Schüler gehasst. Aber mit fähigen Lehrkräften an der Seite werden die Schüler von heute auch feststellen, dass der alte Seneca doch Recht hatte!

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