Klartext: Arm oder reich

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Die Schere klafft immer weiter auseinander, die Kluft zwischen arm und reich in diesem unserem Lande wird immer größer und nimmt fast schon (beängs

Die Schere klafft immer weiter auseinander, die Kluft zwischen arm und reich in diesem unserem Lande wird immer größer und nimmt fast schon (beängstigende) amerikanische Ausmaße an. Da wird einerseits über eine Erhöhung des Hartz- IV-Satzes um acht Euro pro Monat diskutiert, andererseits aus dem aktuellen Armuts- (oder Reichtums-?) Bericht der Bundesregierung zitiert, wonach sage und schreibe nur zehn Prozent der Bundesbürger über mehr als die Hälfte der Billionen-Vermögenswerte in der BRD verfügen.

Dieses obere Zehntel (vielfach schamloser)  "Millionarios" und "Milliardarios" braucht sich gewiss keine Sorgen zu machen, ganz im Gegenteil zum Gros der Bevölkerung, jenen 90 Prozent "da unten". Noch nicht einmal so sehr um das Heute und Jetzt, sondern vielmehr für die nähere und weitere Zukunft in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Ich rede von den Millionen Mini-Jobbern, Niedrig-löhnern, Zeitarbeit Leistenden oder Beschäftigten mit befristeten  Arbeitsverträgen. Aber nicht nur von diesen.

Auch der normalsterbliche Otto Normalverdiener wird künftig seine wohlverdiente Rente nur rudimentär in Anspruch nehmen können, das Problem Altersarmut zu dem Problem künftiger Generationen werden. Schon heute wird das Rentenniveau durch die Erhöhung der Altersgrenze versteckt gesenkt, die Rente mit 67 trägt beträchtlich zur Altersarmut bei. Für viele reicht es nur mehr schlecht als recht zum Leben, morgen tut es das überhaupt nicht mehr. Schon heute sind viele auf die Versorgung durch die "Tafeln" angewiesen, morgen könnte mancher, der sich 40 Jahre lang oder noch mehr den  Buckel krumm gearbeitet hat, als Bettler bei der Bahnhofsmission landen oder als "Berber" in der Fußgängerzone enden.

Doch das Problem Altersarmut wird von den meisten Politikern immer noch nur peripher behandelt. Und greift eine Partei das heikle Thema einmal auf, dann wird es schnell von den anderen wieder in blinden Aktionismus und vordergründigem Populismus zerredet. Ich wünsche allen,  die ein Leben lang schwer malocht haben, dass sie das Alter (wenigstens einigermaßen) in Würde genießen können und nicht in Armut leben müssen.  Nach dem heutigen Stand der "Renten-Technik" wird dies ein frommer Wunsch bleiben. Denn sicher scheint nur eines (um Norbert Blüm "falsch" zu zitieren): Die Rente ist nicht sicher!

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