Klartext: Ohne Posten

Im Kabinett Bouffier III wird kein Osthesse sitzen, das schockte eine Politiker der Region. Redakteurin Antonia Schmidt sieht Fulda dennoch nicht unterrepräsentiert.

Fulda ist hessenweit bei der Vergabe der Minister- und Staatssekretärsposten leer aus gegangen, im Kabinett Bouffier III wird kein Osthesse sitzen. Na und? Auch in seinem ersten Kabinett saß kein Vertreter der Region und trotzdem hat sich diese gut entwickelt. Gerade bei der heimischen CDU gab es jetzt lange Gesichter, ja fast Empörung über die Nicht-Ernennung eines Mannes oder einer Frau aus Fulda. Geeignete Kandidaten hätte es wohl zur Genüge gegeben – hätte!

Jetzt eine Unterrepräsentation unserer Region zu befürchten, halte ich für blinde Panikmache. Denn dank sechs Landtagsabgeordneten ist Fulda gut gerüstet. Zumal durch die drei Neuen aus der Region frischer Wind in den Landtag zieht. Mit Thomas Hering hat die CDU einen offensichtlich starken Mann, der mit seinem Antreten gegen den langjährigen CDU-Landtagsabgeordneten Dr. Walter Arnold alle überraschte. Und sich parteiintern gegen drei weitere Bewerber durchsetzte. Die beiden Grünen-Abgeordneten Silvia Brünnel und Markus Hofmann zeigten sich ebenfalls in der Vergangenheit kämpferisch. Und mit den erfahrenen Landtagsabgeordneten Sabine Waschke (SPD), Markus Meysner (CDU) und Jürgen Lenders (FDP) kann auch ohne Minister- oder Staatssekretärsposten etwas für die Region herausspringen.

Mit vereinten Kräften sollten unsere Vertreter in der Lage sein, die Belange der Bevölkerung bis nach ganz oben zu transportieren. Fulda ist eine wirtschaftlich starke Region. Uns geht es gut. Natürlich soll und wird das Wachstum weitergehen, am besten mit der Unterstützung durch die Politik, doch hängt das Wachstum nicht (ausschließlich) von Posten in der Landesregierung ab.

Sollte diese Nicht-Beachtung bei der Posten-Vergabe als Strafe gesehen werden? Sollte sich die heimische CDU nun Gedanken über ihre Positionierung machen?

Wenn ich die Diskussionen über die Posten-Vergabe höre und lese, frage ich mich manchmal schon, ob es dabei um den Wunsch geht, die Region voran zubringen oder ob ein Regierungsposten nicht auch einfach gut für die eigene Karriere ausschaut? Fulda ist im Landtag gut aufgestellt, jetzt gilt es für unsere sechs Abgeordneten, die Belange unsere Region voranzubringen.

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