Klartext: Parken und Penunzen

Redakteur Christopher Göbel schreibt über ein paar alltägliche Probleme, die fast jeden mindestens einmal pro Woche beschäftigen.

Kleingeld – jeder hat einiges davon im Portemonnaie, im Sparstrumpf oder vielleicht auch Massen von Kupfergeld in einer dekorativen Flasche herumstehen. Aber was macht man mit diesem Geld, wenn Kreditinstitute, allen voran die „Sparkasse”, Gebühren für das Einzahlen von Kleingeld nehmen? Dann lohnt es sich nicht mehr, das gesammelte Kleingeld zur Bank zu bringen, wenn die gesparten Penunzen für die Gebühren draufgehen.

Was macht man also damit? Parkautomaten füttern? Aber dazu komme ich später noch. Oder an der Supermarktkasse mit 1-, 2- und 5-Cent-Münzen bezahlen? Natürlich müsste das gehen. Denn Geld ist Geld. Aber wer macht das schon gerne? Erstens dauert es länger – und ich zum Beispiel bekomme ungern den Einkaufswagen des ungeduldig hinter mir Stehenden in die Hacken gerammt. Einem Kind kann man es nachsehen, wenn es seine Tüte Bonbons mit Kleingeld bezahlt. Bei Erwachsenen werde ich – das muss ich zugeben – auch schneller ungeduldig, wenn die Suche im Portemonnaie sich (gefühlt) ewig ausdehnt.

Doch so lange nicht „gerade” Preise zum Standard werden, wird es weiterhin Kleingeld geben. Selbst die Tankstellen, die früher bei 30,01 Mark gerne den Pfennig erließen, bestehen heute auf dem einen Cent. Einige Tankstellen haben an ihren Kassen kleine Behälter stehen, in die man zurückgegebenes Kleingeld werfen kann. Der Nächste, der 2 Cent benötigt, kann diese dann daraus entnehmen. Eine wirklich gute Idee, finde ich. Ein Geben und Nehmen, das niemandem wehtut.

A-propos Auto: Ich habe mir jetzt eine App heruntergeladen, die das Parken einfacher machen soll. Also, natürlich nicht das Parken an sich, aber zumindest das Bezahlen. In meiner Heimatstadt wird seit einigen Monaten ein System beworben, mit dem man das Parken per Handy respektive per Bankabbuchung bezahlen kann. Ein Aufkleber für die Windschutzscheibe sagt der Politesse, dass ich keinen Papierzettel auf dem Armaturenbrett mehr brauche. Parken, in der App die voraussichtliche Parkdauer einstellen und fertig. Und da ich früher wieder wegfuhr, konnte ich per App gleich den „Parkvorgang stoppen”. Laut Betreiber des Systems soll ich also nur die tatsächlich geparkte Zeit bezahlt haben. So werden Park-Knöllchen hoffentlich der Vergangenheit angehören.

Ich bin übrigens nur aus einem Grund auf das System umgestiegen: Neulich wollte ich einen Parkzettel ziehen. 20 Cent eingeworfen, laut Anzeige bis zum nächsten Morgen parken dürfen, grünes Knöpfchen gedrückt. „Betrag zu niedrig”, sagte die Maschine. Also weitere 20 Cent dazugeworfen. Eine halbe Stunde am nächsten Morgen länger parken (dabei wollte ich abends wieder wegfahren). Und das hat mich sehr geärgert. Denn zuviel Geld in Parkautomaten zu werfen ist in etwa so sinnvoll, wie bei der Bank Einzahlungs-Gebühren zu latzen. Und um es sinnlos ‘rauszuwerfen, ist mir auch mein Kleingeld zu wertvoll.

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