Klartext: Schockierende Aussage

Boris Palmer von den 90/Grünen provoziert immer wieder mit seinen Aussagen.

Tübingens grüner Oberbürgermeister Boris Palmer zieht immer wieder wegen kontroverser Aussagen Aufmerksamkeit auf sich. Für den neuesten „Aufreger“ sorgte seine Aussage im „Sat 1 Frühstücksfernsehen“. Der Politiker hatte sich in der Debatte über aktuelle Corona-Lockerungen zu Wort gemeldet: „Ich sag es Ihnen mal ganz brutal. Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären“.

In der eigenen Partei, bei Patientenverbänden und in der CDU erntete der Politiker daraufhin wütende Reaktionen. Und auch ich war schockiert, als ich dieses Statement las. Wie kann ein Mensch so scharmlos sein? Ein Politiker, der die Gesundheit und den Schutz der Menschen, derart herunterspielt, hat in der Öffentlichkeit nichts verloren. Er greift vor allem die ältere Generation an und mutmaßt, ihre Leben seien nicht wichtig genug, um gesellschaftliche Opfer zu bringen.

Er spricht von Vätern, Müttern oder Großeltern. Menschen, die von anderen Menschen geliebt werden – und diese Leben sind nichts wert? In was für einer Gesellschaft wollen wir leben? In einer, in der wir aufeinander achtgeben und uns unterstützen oder in einer selbstzerstörerischen egoistischen Gesellschaft?

Bereits in den vergangenen Jahren geriet Palmer immer wieder mit umstrittenen Auftritten in die Schlagzeilen. Im vergangenen Jahr erst gefiel ihm die Werbung der „Deutschen Bahn“ nicht. Er äußerte sich wie folgt: „Ich finde es nicht nachvollziehbar, nach welchen Kriterien die ,Deutsche Bahn‘ die Personen auf dieser Eingangsseite ausgewählt hat, welche Gesellschaft soll das abbilden?“ Daneben ein Screenshot von der Website der DB, auf der Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben abgebildet sind. Nun, nach diesem erneuten Skandal, entzieht die Parteispitze der Grünen Palmer endlich die Unterstützung, und selbst das empfinde ich als zu wenig. Ein Mensch mit so wenig Empathie gehört nicht in die Politik.

Die Aussagen, die ihn immer wieder in die Schlagzeilen katapultieren, sind weder angemessen noch tragen sie zu einem harmonischen Miteinander bei. Er provoziert und beleidigt die Gesellschaft. Gerade jetzt sollten wir an einem Strang ziehen, um gemeinsam die Krise zu überstehen. Alt und Jung Hand in Hand.

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