Klartext: Das Spiel mit der Angst

Fulda aktuell-Redakteurin schreibt über Ängste und das gefährliche Spiel mit diesem Gefühl.

Angst ist eine Empfindung, die in der Urzeit das Überleben der Menschen gesichert hat. Damals hatten wir Angst vor bedrohlichen Tieren oder anderen lebensgefährlichen Dingen. Heute ist Angst immer noch eine Empfindung, die wir Menschen fühlen – aber anders.

Es gibt unterschiedliche Ängste: Angst vor Umweltkatastrophen, vor bestimmten Tieren oder Angst vor Arbeitslosigkeit. Dieses Gefühl ist unser ständiger Begleiter. Bei manchen Menschen ist die Angst so schlimm, dass sie sich therapieren lassen müssen. Das Angstmachen ist heute auch eine gängige „Erziehungsmethode“. Eltern zeigen ihren Kindern gerne auf, welche schlimmen Dinge passieren werden, wenn sie sich nicht wie gewünscht verhalten. Das Scheitern in der nächsten Klassenarbeit kann in der „Warnung“ der Eltern mal schnell zur Obdach- und Arbeitslosigkeit führen.

Das Spiel mit der Angst ist ein gefährliches, denn niemand weiß, was dieses Gefühl in einem Menschen auslöst. Trotzdem wird dieses Gefühl auch gerne von Parteien genutzt. Sei es die Angst vor der Umweltverschmutzung oder vor Einwandern beziehungsweise vor dem Fremden. Es wird mit der Angst der Bürger gespielt. Es ist ein gefährliches Spiel, wie die Ereignisse der vergangenen Monaten zeigen. Angst vor Fremden lässt Menschen zu Gewalttätern werden. Da werden vor der Ankunft der Geflohenen deren Unterkünfte angesteckt – oder am liebsten sollen diese Fremden gleich auf dem Meer bleiben. Angst ist kein guter Berater, dass sollte man wissen. Viele Entscheidungen, die man ängstlich trifft sind weder gut überlegt, noch rational. Ich habe vor vielen Dingen Angst, auch vor solchen, die mir dadurch das Leben schwerer machen, weil ich viel zuviel nachdenke und weniger handel. Doch solange ich mir selbst nur mit meiner Angst schade ist das, denke ich, halb so schlimm. Anders sieht es bei denen aus, die aus Angst politische Entscheidungen treffen.

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