Klartext: Stark bleiben

Ein Dank an alle die in der Krise weiterhin für uns da sind.

Fulda - Danke – dieses Wort geistert seit einigen Wochen immer wieder durch meinen Kopf. Danke an alle die Menschen, die während der Coronakrise dafür gesorgt haben, dass das Leben weiterlief und -läuft. Es ist schwer, alle Berufsgruppen einzeln zu nennen, denn immer wieder fehlt jemand. Ich möchte aber dennoch allen danken, die sich um Kranke und alte Menschen kümmern.

Die an der Supermarktkasse ununterbrochen dafür gesorgt haben, dass wir etwas zu Essen hatten. Die in den Ämtern Anträge auf Kurzarbeit bearbeitet haben. Die Essen an Bedürftige verteilt haben. Die Mund-Nasen-Masken genäht haben. Die auf den Feldern ackerten. Die Lebensmittel und andere Waren zu den Geschäften brachten. Die kreativ waren, um in der Krise weiterhin für uns dazusein. Damit meine ich Pfarrerinnen und Pfarrer, die mit Videoandachten und anderen Formaten dafür gesorgt haben, dass die Gläubigen bei geschlossenen Kirchen nicht ganz alleine gelassen wurden. Danke auch denen, die für unsere Sicherheit gesorgt haben: Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste. Danke auch den Bank-Mitarbeitern, die auch immer für unsere Finanzen, Überweisungen und Daueraufträge sorgten. Danke auch den Kollegen aller Medien im ganzen Land, die uns mit aktuellen Informationen versorgt haben.

Danke auch an die, die trotz Corona dafür sorgen, dass diejenigen ohne eigenes Auto von Ort zu Ort kommen und unseren Öffentlichen Personennahverkehr aufrecht erhalten haben. Letztendlich haben sich alle dem erhöhten Risiko einer Ansteckung ausgesetzt, die mit Menschen zu tun hatten. Ich möchte auch all denen danken, die ihre Kinder fast zwei Monate lang zuhause betreut haben. Ich kann nur hoffen, dass diese Zeit vor allem für einen engeren Familienzusammenhalt gesorgt hat und nicht ins Gegenteil umgeschlagen ist. Dank digitaler Methoden ist es trotz räumlicher Trennung für uns immer möglich, mit den Menschen auch in sichtbarem Kontakt zu bleiben, die wir gerade nicht persönlich treffen können.

Es ist schon eine eigenartige Situation, wenn man seine Eltern trifft, sie aber nicht umarmen kann, weil man sie schützen möchte. Ebenso rutschte mir zu Beginn der Pandemie sozusagen manchmal bei der Begrüßung anderer Menschen die Hand aus – ehe ich sie verschämt zurückzog, als ich bemerkte, dass Händeschütteln gerade gar keine gute Idee ist. Dass wir in der Öffentlichkeit Masken tragen, ist fast schon Normalität geworden. Wir lernen gerade, wie wichtig die Augen sind. Es tut mir leid für diejenigen, die aufgrund von Hörproblemen gerade Schwierigkeiten haben, mit ihren Mitmenschen zu kommunizieren, da das „Hören“ über die Lippen mit der Maske wegfällt. Ich denke, dass wir die Masken noch lange tragen müssen.

Aber im Gegensatz zu manchen Alu-Hüten bin ich der Meinung, dass das eine Maßnahme ist, die uns nicht wehtut. Das Tragen der Maske ist Nächstenliebe, denn die sind es, die wir dadurch schützen. Und zum Schluss auch ein dickes „Danke“ an unsere Kinder, die trotz der Krise gelernt haben und nun die außergewöhnliche Schulsituation ohne Murren ertragen. Dank auch all den Künstlern, die auf kreative Art die Zeit ohne Engagements überbrücken. Bleiben Sie alle stark, vernünftig und hoffnungsvoll. Es werden auch wieder andere Zeiten kommen. Unser Land steht im Ausland vorbildlich da und wir haben die Krise bisher gut gemeistert. Lassen Sie uns dranbleiben.

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