Klartext: 100 statt 60

Iwan Petrowitsch Pawlow, der russische Forscher mit der Konditionierung des "Pawlowschen Hundes", hätte seine wahre Freude gehabt, wäre er

Iwan Petrowitsch Pawlow, der russische Forscher mit der Konditionierung des "Pawlowschen Hundes", hätte seine wahre Freude gehabt, wäre er über einen längeren Zeitraum auf der B27 an Hünfeld-Nord vorbeigefahren.

Jahrelang war dort eine 60-km/h-Zone inklusive festem Radarmessgerät eingerichtet, an die sich alle, die den "Blitzer" regelmäßig passierten, gewöhnt hatten und auf die Bremse traten, um teure Passfotos zu vermeiden.

Nach Abschluss der Bauarbeiten an diesem neuralgischen Punkt, der nun von der überdimensionalen "Konrad-Zuse"-Spalt-Tablette geziert wird, steht der Blitzer immer noch – Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt es aber keine besonderen. Außer natürlich den erlaubten 100 Stundenkilometern für Pkw auf Bundesstraßen ohne bauliche Trennung der Fahrspuren und den 60 Stundenkilometern für Lkw. So zumindest die Information aus dem Hünfelder Rathaus.

Wenn ich aber tagtäglich an besagter Stelle vorbeifahre, so traut sich kaum ein Autofahrer mit Bad Hersfelder oder Fuldaer Kennzeichen, schneller als mit 80 km/h, teilweise sogar lediglich mit 60 Stundenkilometern, am Blitzer vorbeizurauschen. Der viele Jahre andauerndeGewöhnungseffekt der Autofahrer hat also funktioniert! Was natürlich sein Gutes hat, denn jeder, der nicht rast, macht den Straßenverkehr sicherer. Aber starkes Abbremsen vor dem Blitzer kann auch das Gegenteil bewirken und den nachfolgenden Verkehr behindern. 100 Stundenkilometer sind an dieser Stelle erlaubt – und bis dahin löst auch der Blitzer nicht aus!

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