Klartext: O Du stille, stressige Zeit

Über die ruhige - oder doch gar nicht so ruhige - Zeit zwischen jetzt und Silvester schreibt Redakteur Christopher Göbel in dieser Woche.

Kennen Sie das auch? Sie haben Kinder, die vielseitig interessiert sind? Und freuen Sie sich schon auf die bevorstehende „Stille Zeit“, die irgendwie so gar nicht still sein wird? Ich erzähle kurz, wie es bei uns aussieht. Meine Töchter singen im Schulchor, die eine spielt Klavier, die andere Theater. Fast täglich trudeln neue Termine ein, die noch vor Weihnachten stattfinden. Proben, Konzerte, Vorspiele – so langsam artet das in Stress für die Kinder und in Organisationschaos für mich aus. Wer muss wann an welchem Ort sein, wann abgeholt werden und wie bringt man dann noch das gemeinsame Essen unter?

Wenn verschiedene Organisatoren sich nicht absprechen (was sie ja nicht tun müssen),dann kommt es auch manchmal vor, dass sich Termine überschneiden. Das führt dann dazu, dass sich die Kids entscheiden müssen, wohin sie gehen und was sie absagen. Vorweg: Für meine Beiden ist das – so sagen sie zumindest – kein Stress. Sie machen das, was sie tun, einfach gerne. Es macht ihnen Spaß.

Weihnachtsbacken und Klassenarbeiten

Ich spreche jetzt von kulturell interessierten Kindern, aber gleichermaßen trifft das natürlich auch auf sportlichen oder karnevalistisch aktiven Nachwuchs zu. Ende November und Anfang Dezember stehen dann noch diverse Weihnachtsfeiern oder Plätzchenbacken an. Und die Schule läuft ja auch noch nebenbei. Da möchte der ein oder andere Lehrer noch schnell Klassenarbeiten und Klausuren vor den Weihnachtsferien unterbringen, weil das neue Halbjahr bereits Anfang Februar beginnt.

Bei uns zuhause fallen auch noch zwei Geburtstage (wenn man die gesamte Familie einbezieht ist es noch einer mehr) in die Vorweihnachtszeit. Darunter ein Kindergeburtstag, der wieder etwas aufwändiger sein wird. Rund 20 Kids werden kommen. Meine Tochter hatte die Idee, eine Schnitzeljagd zu veranstalten. Anfang Dezember ist das zwar eine recht kühle Angelegenheit, aber ich muss zugeben, dass ich selbst Spaß dabei hatte, die Stationen zu erarbeiten, selbst abzulaufen und mir Fragen zu überlegen, die für Siebtklässler passen.

Irgendwann kehrt Ruhe ein

Bei mir selbst ist neben der Arbeit auch einiges zu tun, da ich auch in meiner Freizeit kulturell und kirchlich engagiert bin. Das alles unter einen Hut zu bringen, ist jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit ein ziemliches Brett. Und ich weiß jetzt schon: Wir werden es gemeinsam schaffen.

Sie sehen, die Adventszeit bei uns zuhause ist ziemlich gut gefüllt. Ist das bei Ihnen auch so? Und sind sie genauso froh wie ich, wenn der Heiligabend vorbei ist und in der Zeit zwischen den Jahren endlich ein wenig Ruhe einkehrt und die „stille“ Zeit ihren Namen dann auch wirklich verdient?

Ich freue mich darauf, ein paar Tage am Stück nirgendwohin zu müssen, aufzustehen, wann ich möchte (oder meine Katzen Hunger haben) und das Jahr gemütlich ausklingen zu lassen. Die Wochen bis dahin schaffen wir schon. Und auch ein Bummel über einen Weihnachtsmarkt oder der musikalische Genuss in Adventskonzerten kann als Ruhe-Oase infrage kommen. Wichtig bei allem – egal ob jung oder alt, Kind oder Eltern – ist, sich im Vorweihnachtsstress auch mal Zeit für kleine Auszeiten zu nehmen. So kommen wir alle durch die letzten Wochen dieses Jahres. Bestimmt ;-) !

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