Klartext: Urlaubsgrüße - per Post oder digital?

Redakteur Christopher Göbel fragt sich, ob die Postkarte noch das Mittel der Wahl ist, oder doch lieber neue Medien und digitale Grüße heute Standard sind.

Wir sind mitten in den Sommerferien und viele Osthessen sind in den Urlaub gefahren. Von dort möchte man natürlich die lieben Daheimgebliebenen grüßen – aber wie macht man das heutzutage eigentlich? Es gibt eine Vielzahl an Möglichkeiten, den Freunden und Verwandten Grüße vom Meer oder aus den Bergen zukommen zu lassen.

Schneckenpost

Die „altmodische“ Postkarte hat fast ausgedient – so kommt es mir zumindest vor.Ich erinnere mich noch an Zeiten, als der Urlaub schon lange vorbei war, der Alltag wieder Einzug gehalten hatten ... und drei Wochen später die handgeschriebenen Urlaubs-Postkarten eintrudelten.

Heute ist die Post zwar schneller, aber dennoch langsamer als die digitalen Wege. Urlaubsfotos per „WhatsApp“ zu verschicken ist wahrscheinlich noch die „persönlichste“ Variante. Da kann man wenigstens noch an einzelne Empfänger gerichtete Worte dazuschreiben. Bei „Facebook“-Posts erwähnen wir meist nur Freundesgruppen. Gleiches gilt für andere Portale wie beispielsweise „Instagram“ oder gar „Snapchat“.

Foto aus der Ferne

Ist das dann weniger persönlich als die mit Kuli geschriebene Postkarte? Ich finde das nicht. Denn indem wir mit anderen unsere Urlaubserinnerungen teilen, lassen wir sie wissen, dass es uns gutgeht, dass wir den Urlaub genießen und dass wir auch in der Ferne an sie denken.

Jetzt, da die Roaming-Gebühren EU-weit abgeschafft wurden, sind die Nachrichten per Smartphone oder Tablet auch nicht mehr unüberschaubar teuer. Und ein Foto mit den Grüßenden darauf kann schöner sein als Postkarten, die vorhandene Sehenswürdigkeiten zwar stilvoll, aber eben unpersonalisiert zeigen.

Achtung bei Urlaubsfotos

Allerdings sollte man beim Posten von Urlaubsfotos darauf achten, dass nicht alle Welt mitbekommt, dass man nicht zuhause ist. Denn die Polizei rät, eben nicht bekanntzugeben, wann die eigene Wohnung das beste Ziel für Einbrecher ist. Aber wenn man seine Urlaubsfotos nur bestimmten Personen oder Personengruppen zugänglich macht, denen man vertraut, dann dürfte nichts passieren.

Ich freue mich über Nachrichten von Urlaubern auf dem Handy genauso wie über eine Postkarte. Und ich denke, dass ich aus meinem Urlaub – in dem ich mich gerade befinde – auch mehrere Kommunikationswege nutzen werde, um meine Erinnerungen zu teilen. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine schöne Ferien- und Urlaubszeit. Genießen Sie die „schönsten Wochen des Jahres“!

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