Klartext: Quo vadis, USA?

Volontärin Martina Lewinski über die US-Wahl, das Verhalten des Amtsinhabers und den Einfluss auf uns.

Die Präsidentschaftswahl in den USA hat auch international hohe Wellen geschlagen. Fulda und die USA verbindet eine langjährige deutsch-amerikanische Freundschaft. Die amerikanischen Soldaten des 14. (1948-1972) und des 11. (1972-1993) gepanzerten Kavallerieregiments waren als „Augen und Ohren“ des fünften US Korps zwischen Bad Kissingen, Fulda und Bad Hersfeld stationiert. Die Soldaten brachten neue kulturelle Einflüsse in die Region und wurden zur festen Instanz im öffentlichen Leben, bis sie 1993 abzogen.

Doch selbst solch eine langjährige Freundschaft kann einen Bruch erleiden, wenn es einen Präsidenten wie Donald Trump ins Weiße Haus verschlägt. Es waren Jahre voller Skandale, Lügen, Frauen verachtender Statements und Twitter-Kriege. Man hatte die letzten vier Jahre das Gefühl, dass ein schlecht erzogener Jugendlicher Amerika regieren würde. Und während ich das Wahlgeschehen in den USA verfolgte, fragte ich mich: Soll das wirklich so weiter gehen? Wollen die US-Bürger das?

Bereits am Montag hatten 96,5 Millionen Amerikaner ihre Stimme abgegeben, das sind gut 70 Prozent all derer, die vor vier Jahren abgestimmt hatten. Schon zu diesem Zeitpunkt zeichnete sich somit eine Rekordwahlbeteiligung ab. War dies ein gutes Zeichen? Ich konnte es zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.

Joe Biden gab sich in den Vorbereitung auf die US-Wahl gerne als Mann des Volkes – gefühlsbetont und verständnisvoll reagierte er auf Lob und Kritik. Er wurde, im Gegensatz zu Donald Trump, als ausgeglichen und pragmatisch gesehen. Themen seines Wahlkampfes betrafen zum einen den Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung. Zum anderen wurde auch die aktuelle Vorgehensweise zur Corona-Pandemie in den USA von Biden immer wieder thematisiert und kritisiert.

Diese Woche warteten also alle gespannt auf das Wahlergebnis: Und wie sollte es anders sein – Trump erklärte sich vor der endgültigen Auszählung bereits zum Sieger und drohte damit, die Auszählung stoppen zu lassen und vor das Verfassungsgericht zu ziehen. Zu diesem Zeitpunkt waren zahlreiche wichtige Staaten noch nicht ausgezählt.

Und auch Melania Trump kann es nicht lassen: Sie hielt sich im Wahllokal nicht an die Maskenpflicht. Journalisten, die vor Ort waren, berichteten, dass Melania Trump die einzige Person war, die trotz der Corona-Pandemie keine Maske trug. Dabei waren sie und ihr Mann erst vor einigen Wochen an Covid-19 erkrankt. Man könne meinen, die beiden seien einfach zwei trotzige Kinder, die machen, wonach ihnen ist.

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meist Gelesen

Freude schenken: Spiele und Malsachen für Kinderklinik

Weihnachten ist ein Fest für alle Herzen. Deswegen ruft das DRK Fulda im Rahmen des Projekts "DRK Fulda hilft HELFEN!" jetzt dazu auf, Spiele und Malsachen für die …
Freude schenken: Spiele und Malsachen für Kinderklinik

Virtueller 3D-Museumsrundgang

Vonderau Museum Fulda jetzt auch digital erlebbar.
Virtueller 3D-Museumsrundgang

Pro und Contra: Tattoos oder keine Tattoos?

Antonia Schmidt und Christopher Göbel diskutieren über das Thema Tattoos.
Pro und Contra: Tattoos oder keine Tattoos?

Kirchenmusik im Advent: Es wird leiser, aber nicht still

Interview mit dem Fuldaer Dimkapellmeister Franz-Peter Huber zur derzeitigen Situation der Kirchenmusik in der Advents- und Weihnachtszeit.
Kirchenmusik im Advent: Es wird leiser, aber nicht still

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.