Klartext: Zur Weihnachtszeit ausnahmsweise in Reimform

Redakteur Christopher Göbel hat seinen Klartext zum bevorstehenden Weihnachtsfest als Gedicht verpackt.

Wenn die Lichterketten brennen, Menschen in die Läden rennen,
„Wham“ erschallt aus allen Rohren und beim Glühwein wird gefroren,
dann – so alle Jahre wieder – kommt Maria bald darnieder.

Wenn das Ros’ dann ist entsprungen, wie‘s die lieben Engel sungen,
wenn der liebe Josef mein hat gewiegt das Kindelein,
ist die stille Zeit ganz nah, die so stressig vorher war.

Was zum Essen, was Verschenken? Vieles musste man bedenken.
Bratwurst oder doch Raclette – eigentlich ist beides nett.
Wasser oder Sekt und Wein? Was zum Feste soll es sein?

Immer rennt die Zeit vorbei, mir ist das nicht Einerlei.
Auch die Arbeit darf nicht ruh’n, vor dem Fest noch viel zu tun.
Denn die Leser wollen lesen, was im Kreis ist los gewesen.

Auf den Märkten ringsherum steht man sich die Füße krumm.
Auch wenn’s regnet gut besucht, Weihnachtsmärkte sind die Wucht:
Glühwein, Punsch und leck’re Speisen, dazu weihnachtliche Weisen.

Was die Kinderchöre singen, ist, dass süß die Glocken klingen.
Anspruchsvoller wird der Chor, wenn der Bachsatz kommt hervor.
Wie’s zu Zeiten Jesu war - Soli Deo gloria.

Weihnachtsstress ist überall, denn das Fest kommt Knall auf Fall.
Dies bedenken, das zu machen – manche Nacht muss man durchwachen,
um die Pläne schon zu fassen, was zu tun und was zu lassen.

Ist der Heiligabend da, wird’s dann doch meist wunderbar.
Ist die Messe erst gelesen und das Christkind dagewesen,
feiern die Familienbande – nicht alleine hierzulande.

In der Kirche volles Haus, sonntags sieht das anders aus.
Aber Weihnacht’ geht man immer, hat man auch sonst keinen Schimmer.
Denn zur Weihnacht – das ist klar –, sind auch alle Nachbarn da.

Fest der Liebe wird’s genannt und der Streit vom Tisch verbannt.
Jetzt zurück zum Weihnachtsessen: Was, bei Gott, ist angemessen?
Die Verwandtschaft wird gern satt – Ob man dafür alles hat?

Gleiches gilt für die Geschenke, dass ich bloß an alle denke.
Niemand soll vergessen werden, wenn der Friede herrscht auf Erden.
Mindestens ‘ne Kleinigkeit halt‘ ich gerne noch bereit.

Wenn dann leise rieselt Schnee, still und starr ruht mancher See.
Ist der Weihnachtsstress vergessen, herrscht Zufriedenheit beim Essen.
Und auch beim Geschenke machen, klingt so manches Kinderlachen.

Wenn die Kinderaugen strahlen, sie mit neuen Stiften malen,
wenn der Nachtisch ist gegessen, heiter wird zusamm’n gesessen -
dann ist Heiligabend da und es ist ganz wunderbar.

Und vergesst nicht wie es war: Jesus und das heil’ge Paar.
Frohe Weihnacht‘ Ihnen allen, lassen Sie sich’s wohl gefallen.
‘s wird gefeiert und gesungen, bis der letzte Ton verklungen.

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