Frauenpower

Klartext: Wird Baerbock die nächste Bundeskanzlerin?

Klartext von Redaktionsvolontärin Martina Lewinski
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Klartext von Redaktionsvolontärin Martina Lewinski

Klartext von Redaktionsvolontärin Martina Lewinski.

Seit dieser Woche steht fest: Annalena Baerbock soll die Grünen als Kanzlerkandidatin in den Bundestagswahlkampf führen. Und so kommt es zum ersten Mal zu einem direkten Duell im selben Wahlkreis um das Kanzleramt. Denn in Potsdam messen sich nun Baerbock und der Kandidat der SPD, Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz.

Die Grünen liegen in Umfragen nun vor der Union und schicken erstmals in ihrer Parteigeschichte eine Kanzlerkandidatin ins Rennen. In den politischen Reihen begrüßt man diese Entscheidung, und auch ich finde es gut, dass es nicht ausschließlich ein „Hahnen-Kampf“ wird.

So sagt die frühere Bundesvorsitzende und Fraktionsvorsitzende der Grünen, Renate Künast: „Ich freue mich sehr, dass wir eine Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mit ihrer Klarheit und Kompetenz haben. Sie steht für eine Politik, die den Bürgerinnen und Bürgern dient, die Kräfte entfesselt, um das Beste fürs Land zu erreichen.“ Könnte es also im Herbst wieder heißen: Wir haben eine neue Bundeskanzlerin? Es bleibt spannend.

Die Völkerrechtlerin ist ehrgeizig, gilt in der Partei als teamfähig, sehr gründlich und sattelfest in allen wichtigen Themen.

Doch wofür genau steht die 40-Jährige? Und was hat Deutschland zu erwarten, wenn sie Bundeskanzlerin werden würde? Baerbock, die seit 2013 im Bundestag sitzt, gilt als versierte Europa- und Klimapolitikerin.

In der Corona-Pandemie hat sich Baerbock, die mit ihren zwei kleinen Töchtern und ihrem Mann seit vielen Jahren in Potsdam lebt, zudem für die Perspektive für Familien stark gemacht. Baerbock steht also für Klimaschutz, wirksame Rechte für Kinderschutz und finanzielle Gleichstellung von Frauen. Dinge, die meiner Meinung nach notwendig sind und eigentlich schon längst hätten verbessert werden müssen. Annalena Baerbock steht für Veränderungen. Veränderungen, nach denen sich augenscheinlich viele Menschen aktuell sehnen.

Natürlich könnten aber auch unbequeme Dinge auf uns zukommen, wie Erhöhungen von Energie- und Benzinpreisen. Ohne Frage würde mit Baerbock ein neuer Wind wehen. Es würde eine neue Art politische Führung geben, mit der zentralen Aufgabe des Klimaschutzes.

Noch vor drei Jahren war die Kanzlerkandidatin in der Öffentlichkeit weithin unbekannt, nun möchte sie Geschichte schreiben: Als erste grüne-Bundeskanzlerin. Ich glaube, sie hat gute Chancen, und wir sollten uns im Herbst auf frische Frauenpower einstellen.

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