Am 8. März war internationaler Tag der Frauen

Klartext:Weltfrauen-“Kampf“

Weltfrauentag
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Weltfrauentag

Klartext von Redaktions-Volontärin Martina Lewinski.

Seit 1911 feiern Frauen am 8. März den „Internationalen Tag der Frauen“, an dem weltweit auf Frauenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. Der Tag soll dazu dienen, die bisherigen Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung zu feiern, die Aufmerksamkeit auf bestehende Diskriminierung und Ungleichheiten zu richten und dazu ermuntern, sich für eine Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. Die jährlich stattfindenden Veranstaltungen stehen seither unter wechselnden Schwerpunktthemen von länderübergreifender Relevanz. Die Themen-Auswahl ist groß, denn nach wie vor sind Frauen auf der ganzen Welt in vielen Lebensbereichen benachteiligt. Und das im Jahre 2021!

In den letzten Jahren lag der Fokus des Frauentags etwa auf besserer Bildung für Mädchen, mehr Beteiligung von Frauen an politischen Entscheidungsprozessen oder besseren Lebensverhältnissen für Frauen in ländlichen Regionen. Das Motto des Internationalen Frauentags 2021 lautete: „Mehr Gewerkschaft, mehr Gleichstellung, mehr denn je“. In Deutschland fanden rund um diesen Tag bundesweit Veranstaltungen des „Deutschen Gewerkschaftsbundes“ (DGB) und der „DGB-Frauen“ statt. Und gerade die Umstände der Corona-Pandemie treffen Frauen besonders hart. Die Corona-Krise verschärft die Ungleichheiten zwischen Frauen und Männern wieder einmal. Vor allem Frauen arbeiten in systemrelevanten und zugleich unterbezahlten Berufen. In der Krise sind besonders sie von Einkommenseinbußen betroffen, die sie durch Freistellung, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit erfahren. Sie übernehmen den überwiegenden Teil der Haus- und Familienarbeit und reduzieren dafür ihre Arbeitszeit. Und obwohl es noch so viel zu tun gibt, habe ich das Gefühl, kaum eine Diskussion spalte so sehr wie die um gendersensible Sprache.

Der Begriff „Gendern“ wird oft umgangssprachlich verwendet, wenn von geschlechtergerechter Sprache die Rede ist. Also, wenn wir uns um Sprache bemühen, in der von mehr als nur Männern explizit gesprochen wird. Doch habe ich mich persönlich nie ausgeschlossen gefühlt wenn von „Arbeitnehmern“, „Kunden“ oder „Schülern“ die Rede war. Für mich war es ganz klar, dass einfach alle, egal ob Mann oder Frau, Junge oder Mädchen, gemeint sind. Nun heißt es oft: SchülerInnen und ArbeiterInnen. Mir ist bewusst, dass Sprache viel Macht hat und dass man durch das „Gendern“ die Machtverhältnisse ausgleichen möchte, aber hat uns das dort hingebracht, wo wir hin wollen?

Mir wäre es viel lieber, wir würden im Jahre 2021 nicht mehr auf die Straße gehen müssen, um für Gleichberechtigung zu kämpfen. Dafür würde ich das ein oder andere „Innen“ auch gerne weglassen.

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