Klassenfeind mit Feder

Von CHRISTOPHER GBEL Ich mchte vorausschicken, dass ich diesmal in eigener Sache schreibe. Uns erreichte in der vergangenen Woche ei

Von CHRISTOPHER GBEL

Ich mchte vorausschicken, dass ich diesmal in eigener Sache schreibe. Uns erreichte in der vergangenen Woche ein Schreiben einer Leserin namens D.A. aus Hnfeld, die sich ber den Missbrauch der Sprache in unserer Zeitung aufregte. Diese Dame, anscheinend eine (Ex-?)-Lehrerin an der Volkshochschule, vertritt den Standpunkt, dass Menschen mit akademischer Bildung ein niedrigeres Niveau htten, als diejenigen, die keine Zeit auf einer Universitt verbracht haben. Dem mchte ich entschieden widersprechen, denn diese Einstellung erinnert an ein Klassendenken, das ich in unserer Gesellschaft eigentlich ausgerottet glaubte.

Es scheint jedoch immer noch (hoffentlich nur) einige Ewiggestrige zu geben, denen ein Hochschulabschluss ber allem steht. Das ist sehr schade. Sind Nicht-Akademiker als Menschen weniger Wert? Die Auffassung dieser Dame aus Hnfeld ist mehr als berholt, uerst arrogant und gesellschaftlich nicht tragbar.

Die Schreiberin des Briefes an die Redaktion mokiert sich ber den Missbrauch der Sprache. Gut, es passieren Fehler Sie werden auf der ganzen Welt keine Zeitung finden, in der nicht mindestens ein paar Buchstabendreher oder Rechtschreibfehler zu finden sind. Sich jedoch in einer beleidigenden Art und Weise mit den Worten Dilettantismus, niedrigem stilistischem Niveau und mangeldem Verantwortungsbewusstsein der ffentlichkeit gegenber als Besserwisserin darzustellen, schlgt dann doch deutlichber die Strnge.

Liebe Briefeschreiberin, klagen Sie nicht Dinge an, die Sie nicht verstehen. Die Redaktion von Fulda aktuell bemht sich nach Krften, orthografische Fehler auszumerzen. Sie versteht sich nicht als Missbraucher der Sprache, sondern als journalistisches Informationsorgan. Dass diese Dame in ihrem Schreiben, in dem sie mehrere Artikel mit Korrekturen versehen hat, sich selbst nicht ganz sicher in der deutschen Rechtschreibung und Grammatik prsentiert, spricht wohl fr sich. Erfolgsautor Bastian Sick (Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod) zeigt, dass es auch ohne erhobenen Zeigefinger und persnliche Beleidigungen geht, wenn man sich als Retter der deutschen Sprache darstellen mchte.

Liebe Leserinnen und Leser, ich versichere Ihnen, dass wir unser Mglichstes tun, um Ihnen Woche fr Woche eine informative, lesbare und verstndliche Zeitung liefern mchten. Wir arbeiten hart daran. Wir wnschen Ihnen weiterhin viel informativen und aktuellen Lesespa mit unserer und Ihrer Fulda aktuell!

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