Kleiner Kämpfer: Große Hilfsbereitschaft für Luis aus Brand

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Endlich ist er da: Der Lift für Luis wurde dank vieler Spender Realität.

Luis Knüttel aus Brand ist ein kleiner Kämpfer. Für den an Morbus Leigh erkrankten Jungen konnte nun ein Lift finanziert werden.

Hilders - Neue Nachrichten gibt es vom kleinen Luis Knüttel und seiner Familie. Der mittlerweile Vierjährige ist an der seltenen Krankheit Morbus Leigh (siehe Hintergrund) erkrankt. Niemand wusste, was und wie viel der kleine Luis von seiner Umgebung mitbekommt. „Fulda aktuell“ berichtete im Sommer 2017 über das Schicksal der Familie aus Brand.

„Luis macht große Fortschritte“, berichtet Mama Lisa stolz. Und auch beim Besuch von „Fulda aktuell“ fällt auf: Luis nimmt seine Umgebung und den Besuch wahr. „Seine Therapeutin sagt, dass er sehr viel von seiner Umgebung mitbekommen würde. Und auch wir merken, dass er immer mehr auf Dinge reagiert – zwar verzögert, aber er reagiert“, freut sich Knüttel. Noch immer bekommt Luis wöchentlich Physio- und Ergotherapie, um seine Motorik zu unterstützen und auch die Sehschule besucht der Vierjährige regelmäßig. „Die Erfolge sind sichtbar“, freut sich seine Mama. Vor eineinhalb Jahren startete die Familie einen Spendenaufruf, da sie ihren Sohn nicht mehr täglich in die Wohnung im ersten Stock tragen konnte. Oma Sigrid Sauer veranstaltete zu Gunsten ihres Enkels sogar ein Sommerfest, bei dem sich die Besucher über den benötigten Lift informieren konnten. „Der Zuspruch war überwältigend. Wir haben viel Hilfe erfahren“, sagt Knüttel.

Endlich ist er da: Der Lift für Luis wurde dank vieler Spender Realität.

Nach unzähligen Arbeitsstunden, vielen Samstagen und freien Tagen ist er nun endlich fertig. „Der Lift steht, er ist für uns eine große Erleichterung“, erklärt Mama Lisa. Rund 40.000 Euro aus Spenden und Fördergeldern wurde in den Bau investiert.

„Und viele Stunden Eigenleistung beim Bau“, berichtet Papa Marcellus, der unter anderem den Schacht für den Lift selbst gebaut hat. Die Firma „Lift Reith“ unterstützt den Bau ebenfalls. Der Lift bedeutet eine erhebliche Erleichterung für die Familie Knüttel. „So kommen wir beispielsweise entspannter im Kindergarten an“, sagt Mama Lisa und berichtet: „Luis hat dort viele Freunde gefunden. Alle Kinder freuen sich, wenn er in die Gruppe kommt und kümmern sich toll um ihn.“

Mit dem Lift wurde ein Stückchen mehr Lebensqualität nach Brand gebracht. „Wir können den vielen Spendern nur herzlich Danke sagen“, so Knüttel. Sie erklärt, dass die Familie nicht nur von Freunden und Bekannten unterstützt wurde, sondern auch von Fremden Hilfe erfahren hatte. „Wir sind jedem Einzelnen dankbar“, fügt Papa Marcellus hinzu.

Hintergrund: Morbus Leigh

Morbus Leigh ist eine genetisch bedingte Multisystemerkrankung infolge einer Mitochondriopathie (Zellerkrankung)

• mit Entwicklungsstörung,

• rasch fortschreitenden neurologischen Symptomen,

• Blindheit und Hörverlust,

• Bewusstseins- und Atemregulationsstörungen.

Ursache des Syndroms ist eine Störung im mitochondrialen Stoffwechsel im Bereich der für die Energiegewinnung und -bereitstellung wichtigen Strukturen der Zellen.  (Quelle: Kindernetzwerk)

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