Klinikum Fulda: Die Pandemie ist noch nicht vorbei

Corona in Fulda: Fragen an das Klinikum, wie sich die Pandemielage derzeit darstellt.
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Corona in Fulda: Fragen an das Klinikum, wie sich die Pandemielage derzeit darstellt.

Obwohl kürzlich die Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes gefallen sind, ist die Zahl der mit COVID-19 infizierten Menschen auf Höchstständen. Vor allem die Region Fulda ist immer wieder einer der Corona-Hotspots in Hessen.

Fulda. Obwohl kürzlich die Maßnahmen des Infektionsschutzgesetzes gefallen sind, ist die Zahl der mit COVID-19 infizierten Menschen auf Höchstständen. Vor allem die Region Fulda ist immer wieder einer der Corona-Hotspots in Hessen. „GESUNDE SEITEN“ fragte bei Barbara Froese, der Pressesprecherin des Klinikums Fulda nach, wir sich dort die Lage bei den Patienten darstellt und welche Auswirkungen die Impfpflicht bei medizinischem Personal in Fulda hat.

FULDA AKTUELL: Ist die Zahl der Patienten auf der psychiatrischen Station seit Beginn der Coronapandemie gestiegen?

BARBARA FROESE: Seit Beginn der Corona-Pandemie ist die Anzahl der Patientinnen und Patienten in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie deutlich zurückgegangen. Auch die Ambulanzkontakte hatten sich Corona-bedingt deutlich reduziert. Erst im laufenden Jahr kommen wieder mehr Patienten zur stationären Behandlung und in die Ambulanzen. Allerdings ist die Anzahl der Patientenkontakte insgesamt nicht höher als vor Beginn der Corona-Pandemie.

FA: Wie viele Patienten werden derzeit wegen Corona im Klinikum Fulda behandelt? Wie viele davon auf normaler Station, wie viele auf Intensiv?

FROESE: Im Klinikum Fulda behandeln wir derzeit 12 COVID-Patienten, davon drei in der Kinderklinik, acht auf der Normal- und einen auf den Intensivstationen.

FA: Gibt es durch die Impfpflicht bei Pflegepersonal derzeit Engpässe am Klinikum Fulda?

FROESE: Die derzeit im Klinikum Fulda angespannte Personalsituation ist im Wesentlichen auf zahlreiche ungeplante Ausfälle wegen Krankheit aufgrund SARS-COV-2-Infektionen bzw. häuslicher Isolierung zurückzuführen. Kündigungen, die explizit aufgrund der einrichtungsbezogenen Impfpflicht erfolgen, verzeichnen wir bisher nicht. Es ist jedoch nicht auszuschließen, dass es in den kommenden Wochen möglicherweise vereinzelt zu solchen Kündigungen kommen kann. Die medizinische und pflegerische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten ist uneingeschränkt gewährleistet.

FA: Was halten Sie von der Beendigung aller Corona-Maßnahmen, wie sie von der Bundesregierung beschlossen wurden?

FROESE: Die Kritik der Bundesländer an den neuen Reglungen können wir gut nachvollziehen. Die Sieben-Tage-Inzidenz ist derzeit auf dem Höchststand - es gibt deutschlandweit zahlreiche Neu-Infizierte. Die Hospitalisierungen aufgrund einer COVID-19-Erkrankung sind wieder leicht gestiegen und liegen in Hessen aktuell bei 7,52/100.00 Infizierten in sieben Tagen. Auch die Anzahl der Patientinnen und Patienten, die wegen COVID auf einer Intensivstation behandelt werden müssen, steigt wieder an. Wir appellieren an jeden einzelnen sich verantwortungsbewusst zu verhalten und sich und andere auch weiterhin zu schützen. Dazu gehört es beispielsweise, in Innenräumen weiter eine Maske zu tragen und die Abstands- und Hygieneregeln auch weiterhin freiwillig einzuhalten.

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