Klostereinbrecher dingfest gemacht

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Die Polizei fasste zwei junge Männer, die das Hünfelder Kloster mehrfach heimgesucht hatten.

Fulda/Hünfeld. Begonnen hatte es mit einem Einbruch am 16. Dezember 2014 in das Kloster in Hünfeld, und bis zum 17. Februar 2015 sollten diesem noch drei weitere folgen. Zur Beute der Täter gehörten Tankkarten, Bargeld, Laptop, Fernseher und Beamer sowie diverse Schlüssel und Fahrzeugpapiere des klösterlichen Fuhrparks. Der Schaden betrug insgesamt mehrere tausend Euro.

Den Stein, der die Klärung der Fälle ins Rollen brachte, löste ein aufmerksamer Mitarbeiter des Klosters in Hünfeld aus. In den frühen Morgenstunden des 17. Februar bemerkte er in Klosternähe einen verdächtigen Mann, der einen größeren Gegenstand in beiden Händen hielt und diesen in einem geparkten Auto verstaute. Danach fuhr er mit quietschenden Reifen davon. Es stellte sich heraus, dass erneut in das Kloster eingebrochen worden war.

Die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen waren Tage zuvor von einem Auto in einem Hünfelder Stadtteil gestohlen worden, doch Dank der Veröffentlichung der Fahndung in den regionalen Medien, erhielt die Polizei den Hinweis, dass ein Fahrzeug mit diesen Schildern in einem Wohngebiet in Fulda abgestellt war.

Nach intensiven Ermittlungen des Einbruchskommissariats der Kripo Fulda richtete sich der Tatverdacht schnell gegen einen dort wohnhaften und polizeibekannten 24-jährigen Mann. Als dieser wenig später mit einem Begleiter zu dem geparkten Auto zurückkehrte, wurde er dort von den bereits wartenden Polizeibeamten in Empfang genommen.Bei der Durchsuchung von Fahrzeug und Wohnung fanden die Beamten Diebesgut aus den Einbrüchen in das Kloster.

Des Weiteren entdeckten die Beamten eine durchgeladene Schreckschusspistole mit Munition versteckt im Bett sowie ein im Jahr 2010 gestohlenes Handy. In seinem Tresor hatte der Beschuldigte Marihuana, Amphetamine und Ecstasy-Tabletten gelagert, sodass auch Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Waffen - und das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet wurden.

Im Rahmen der kriminalpolizeilichen Vernehmungen des 24-Jährigen sowie seines 18-jährigen Begleiters, gelang es den Beamten weitere 17 im Jahr 2014 begangene Straftaten aufzuklären. Darunter fielen 13 Einbruchsdelikte in mehrere Schulen in Fulda, der Weiterverkauf eines zuvor gestohlenen Handys (Hehlerei), eine Körperverletzung sowie zwei weitere Diebstähle.

Der jüngere der beiden Straftäter wurde nach dem vorläufigen Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. Gegen den Älteren stellte die Staatsanwaltschaft Fulda einen Antrag auf Haftbefehl, er wurde aber auf Beschluss des Amtsgerichtes entlassen.

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