Königliche Ausstellung mit europäischer Dimension in Fulda

Bei der Pressekonferenz: OB Dr. Heiko Wingenfeld mit Reinildis van Ditzhuyzen (rechts) und Nicole Uniquole
+
Bei der Pressekonferenz: OB Dr. Heiko Wingenfeld mit Reinildis van Ditzhuyzen (rechts) und Nicole Uniquole

Das barocke Stadtschloss in Fulda ist in diesem Sommer Schauplatz einer wahrhaft königlichen Ausstellung: „Design & Dynastie. 250 Jahre Hofleben Oranien-Nassau“ vom 18. Juni bis 25. August.

Fulda Anlass für das Ereignis ist der 250. Geburtstag von Wilhelm I. (1772 bis 1843), dem ersten König der Niederlande, der zuvor für einige Jahre als Fürst in Fulda regierte. Die Ausstellung bietet einen umfassenden Einblick in die Dynastie Oranien-Nassau, beginnend bei König Wilhelm I. und Wilhelmine von Preußen bis hin zum heutigen König Willem-Alexander und seiner Gattin Máxima.

Anhand der Sammlungen des Königlichen Hausarchivs – darunter Exponate, die noch nie außerhalb der Niederlande zu sehen waren – wird in den historischen Räumen das Leben und Wirken Wilhelms I. nachgezeichnet. Historische Gemälde, Möbel, Schmuck und Gebrauchsgegenstände treten in Dialog mit zeitgenössischer Kunst, Design und Mode aus den Niederlanden.

Bei einem Pressegespräch am Donnerstagnachmittag gab es erste Eindrücke in diese außergewöhnliche Sonderausstellung. Für die Stadt Fulda stand Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld Rede und Antwort. Erste visuelle Eindrücke präsentierte Nicole Uniquole (Kuratorin für Design und Angewandte Kunst, Niederlande), die das Konzept der Ausstellung im Auftrag der Stadt Fulda entwickelt hat. Inhaltliche Aspekte und Hintergrundinformationen stellte Reinildis van Ditzhuyzen vor. Die niederländische Historikerin und Journalistin ist unter anderem als TV-Expertin für das niederländische Königshaus bekannt und verantwortet die Ausstellungstexte sowie einen dreisprachigen Audio-Guide.

Wingenfeld sprach von einer Premiere, weil dies die erste Pressekonferenz im Dalbergsaal sei. Bei der Sonderausstellung handele es sich um einen tollen Auftakt nach den beiden herausfordernden Corona-Jahren. Die Schau reiche weit über Fulda hinaus und habe europäische Dimension. Sie sei somit ein kulturelles Highlight. Wilhelm I. sei der erste weltliche Fürst in Fulda gewesen und eine „starke Persönlichkeit, die Fulda maßgeblich geprägt hat“. So habe er den Grundstein für das Krankenhaus ebenso gelegt wie für die erste evangelische Kirche. Zudem gelte Wilhelm I. als umfassender Modernisierer und habe architekonische Spuren, unter anderem in der Wilhelmstraße, hinterlassen. „Wir wollen Historie an authentischen Orten vermitteln“, so der OB, der auch von voraussichtlich acht Außenstätten der eigentlichen Ausstellung sprach.

Diese wird aus rund 300 Objekten bestehen und im Stadtschloss in insgesamt 21 Räumen zu sehen sein. Eine Einladung zum Besuch soll auch an das niederländische Köningshaus übermittelt werden.



Auch wichti
g

Die Ausstellung wird täglich von 10 bis 18 Uhr zu sehen sein. Karten wird es an den bekannten Stellen geben. Infos auch unter www. fulda2022.de .

Meist Gelesen

Bahn erneuert ICE-Strecken Fulda-Würzburg und Kassel-Fulda
Fulda

Bahn erneuert ICE-Strecken Fulda-Würzburg und Kassel-Fulda

Sanierung ist für 2022 und 2023 vorgesehen / Infos rechtzeitig vor Beginn der Maßnahmen
Bahn erneuert ICE-Strecken Fulda-Würzburg und Kassel-Fulda
Kein Name am Schild: Datenschutz-Grundverordnungswahn und Mieterrechte
Fulda

Kein Name am Schild: Datenschutz-Grundverordnungswahn und Mieterrechte

Ein Wiener Mieter hat den Stein ins Rollen gebracht: Verstoßen Namen an der Klingen gegen EU-Recht? Mit ZWISCHERUF von Redakteur Christopher Göbel.
Kein Name am Schild: Datenschutz-Grundverordnungswahn und Mieterrechte
Rund 100.000 Euro Schaden nach Scheunenbrand
Fulda

Rund 100.000 Euro Schaden nach Scheunenbrand

Gestern geriet eine Scheune im Größenlüderer Ortsteil Müs in Brand. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 100.000 Euro.
Rund 100.000 Euro Schaden nach Scheunenbrand
Im Kreis Fulda häufen sich die Krätze-Erkrankungen
Fulda

Im Kreis Fulda häufen sich die Krätze-Erkrankungen

2018 hat es im Kreis Fulda bislang 82 Fälle von Krätze (Skabies) gegeben / Infos von Kreisgesundheitsamt und "Robert-Koch-Institut"
Im Kreis Fulda häufen sich die Krätze-Erkrankungen

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.