„Das können wir“

Fulda. Wir sind zu langsam nicht im Denken, aber in der Umsetzung. Der renommierte Architekt und Stadtplaner Albert Speer

Fulda. Wir sind zu langsam nicht im Denken, aber in der Umsetzung. Der renommierte Architekt und Stadtplaner Albert Speer sprach diese Woche im vollbesetzten Schlosstheater deutliche Worte ber die deutsche Wirtschaft, Gesellschaft und die zuknftige Stadtentwicklung. Speer Sohn des gleichnamigen Generalbauinspektors und Rstungsministers der NS-Dikatatur war der Stargast bei der traditionellen Vortragsveranstaltung der Sparkasse Fulda.

Mit Anstand schrumpfen? Vom stdtischen Leben in einer alternden Gesellschaft war der Vortrag betitelt. Aber Speer bot vielmehr. Immer wieder lie der Frankfurter Architekt, der Groprojekte am Persischen Golf und China verwirklicht, seine Auenansichten auf Deutschland einflieen. Als Beispiel fr mangelnde Flexibilitt nannte Speer unter anderem das Desaster bei der Handy-Sparte von Siemens. Auerdem warf er den Deutschen vor, dass sie mit ihren Pfunden nicht wuchern wrden. Die Amerikaner treten in China erfolgreich als Umweltexperten auf, sagte Speer und sorgte damit fr Gelchter im Saal: Deutschland knnte hier Weltmarktfhrer sein.Die deutsche Langsamkeit hnge aber nicht mit der vielerorts kritisierten Brgerbeteiligung, etwa bei Bauprojekten, ab. Vielmehr sei es die schlechte Koordination bei der Bauplanung. Dass es auch schnell gehen kann, habe die Fuballweltmeisterschaft gezeigt. Wenn wir unter Druck sind, dann geht es das knnen wir, so Speer.Aber auch zum Thema des Abends stellte der Architekt seine Ideen vor. Wegen des demografischen Wandels mssten die Stdte seniorengerechter und barrierefrei werden. Zudem warb er fr mehr Wohnungen in den Innenstdten und Mehrgenerations-Huser. Auerdem sprach er sich fr eine flexibelere Nutzung von ffentlichen Gebuden aus. Auch in der Region ist das Architekturbro von Speer derzeit ttig. Es entwickelt ein Projekt zur interkommunalen Zusammenarbeit von Fulda, Petersberg, Eichenzell und Knzell. (nk)

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