"Adventszauber Fulda": Mut machendes Signal

Kommentar von "Fulda aktuell"-Redaktionsleiter Bertram Lenz zum "etwas anderen Weihnachtsmarkt" des Jahres 2020 

Fulda - Die Corona-Pandemie mit ihren dramatisch ansteigenden Fallzahlen verlangt jedem Einzelnen von uns extrem viel ab. Betroffen von den Einschränkungen sind alle Bereiche unseres Lebens, angefangen von den Kleinsten in den Kitas bis hin zu den Senioren in den Altenheimen. Und natürlich die verschiedenen Berufsgruppen, die seit mehreren Monaten schon gehörig gebeutelt sind. Mitunter vermisst man Mut machende Hoffnung und befürchtet vielmehr, der nächste Lockdown stünde vor der Tür. Was verhängnisvoll für unsere Wirtschaft und unser gesellschaftliches Zusammenleben wäre.

In dieser Situation ist es gut, dass die Stadt Fulda – wenn auch in veränderter und der Pandemie angepasster Form – am Weihnachtsmarkt festhält und der Veranstaltungsfolge den romantisch anmutenden Begriff „Adventszauber“ gibt. Bürgermeister Dag Wehner hat völlig Recht, wenn er sagt, dass man zum einen die Begegnung der Menschen untereinander ermöglichen, zum andern aber auch dem Einzelhandel, der Gastronomie und der Hotellerie die dringend nötigen Impulse verschaffen wolle. Sprich die Chance zu geben, Umsatz zu generieren.

Natürlich haben sich schon wieder Zeitgenossen in den „sozialen Medien“ zu Wort gemeldet, die an dem Konzept etwas auszusetzen haben. Da wird die Tatsache kritisiert, dass (humane) Eintrittspreise erhoben werden, beklagt man das Ticketsystem, die zeitliche Begrenzung oder aber auch die Beschränkung auf maximal 3.000 Besucher je Zeitzone.

Dabei ist es aber wichtig, dass mit vereinten Kräften überhaupt solch ein Angebot auf die Beine gestellt werden konnte, das besonders für die beteiligten Standbesitzer sowie für Einzelhändler, Gastronomen und Hoteliers freilich nur ein „Tropfen auf dem heißen Stein“ sein kann. Besonders dann, wenn man sich vor Augen hält, dass einst in Vor-Corona-Zeiten an Spitzentagen gut 70.000 Menschen den Weihnachtsmarkt besucht haben und dieser ein Magnet für Gäste aus nah und fern gewesen ist.

Die Bedingungen aber sind andere, und daher ist es gut, dass seitens der Stadt Fulda versucht wird, das Beste aus dieser misslichen Situation zu machen. „Mut machen“ lautet die Devise, und hierfür ist der „Adventszauber“ ganz hervorragend geeignet.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Jonas Schindelmann ist der neue evangelische Pfarrer in der Rhön

Der Vorstellungsgottesdienst wird am Reformationstag um 17 Uhr in der Kirche St. Georg in Hettenhausen stattfinden.
Jonas Schindelmann ist der neue evangelische Pfarrer in der Rhön

Fuldaer Kitas und Bürgerbüro vom heutigen Warnstreik betroffen

Auswirkungen des Warnstreiks im Öffentlichen Dienst am heutigen Mittwoch
Fuldaer Kitas und Bürgerbüro vom heutigen Warnstreik betroffen

Diagnose Blutkrebs: Aber Martin will leben!

"Zusammen alt werden": Ein sehnlicher Wunsch, den Martin (52) aus der Nähe von Wartenberg vor fünf Jahren bei seiner Hochzeit schwor. Doch Martin hat Blutkrebs und …
Diagnose Blutkrebs: Aber Martin will leben!

Tret-Flugzeuge für die Kindertagesstätte "RhönKinder-Haus"

Spielzeug-Fuhrpark in den Kindertagesstätten erweitert: Edgar und Hedwig Kremer spenden Tret-Flugzeuge.
Tret-Flugzeuge für die Kindertagesstätte "RhönKinder-Haus"

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.