Schwenk tritt nicht mehr an: Schade!

Klartext-Kommentar von "Fulda aktuell"-Redaktionsleiter Bertram Lenz zur Ankündigung von Hünfelds Bürgermeister

Nicht nur für seine Mitarbeiter und seine Partei, die CDU, wird die von Stefan Schwenk vor Kurzem öffentlich gemachte Entscheidung ein Schock gewesen sein. Vielmehr dürften es auch viele Hünfelder bedauern, dass der 58-Jährige auf ärztlichem Rat hin für keine zweite Amtszeit als Bürgermeister kandidiert.

Vor dem Hintergrund, dass die Gesundheit das höchste Gut des Menschen ist, mag der Schritt sehr verständlich sein. Zumal Schwenk sich diesen Weg ganz sicher nicht leicht gemacht hat. Und doch bleibt ein tiefes Bedauern zurück; auch darüber, dass er nun nicht mehr die Früchte dessen ernten kann, was er gesät hat.

Fünf Jahre lang hat Schwenk bislang das, was sein Vorgänger im Bürgermeisteramt, Dr. Eberhard Fennel, in 36 Jahren aufgebaut hatte, konsequent weiter entwickelt, um Hünfeld wirtschaftlich und gesellschaftlich fit zu machen für die nächsten Jahrzehnte. Die Visionen, die er zu seinem Amtsantritt im April 2014 aufgezeigt hatte, sind in Angriff genommen worden und wurden akribisch Schritt für Schritt umgesetzt. Dabei war der einstige Stadtverordnetenvorsteher stets sehr darauf bedacht, seine Mitarbeiter mitzunehmen auf dem Weg ins digitale Zeitalter.

Denn auch Schwenk hatte, unter anderem in einem Gespräch mit „Fulda aktuell“, offen zugegeben, dass ihm der Umbau des Rathauses ähnlich wie der Neubau der „Hochwald“-Molkerei mitunter doch schlaflose Nächte bereitete – obgleich er wusste, dass es für diese Maßnahme keine Alternative gab. Bewusst war dem früheren Richter in Bad Salzungen auch, dass es nicht nur darum gehen würde, das Mittelzentrum voranzubringen, sondern auch die Stadtteile, um die dort lebenden Bürger durch Investitionen in die Infrastruktur bei der Stange zu halten.

Schwenk hat es verstanden, der Kommunalpolitik in der Konrad-Zuse-Stadt seinen Stempel aufzudrücken und ist selbstbewusst seinen Weg gegangen. Man darf gespannt sein, wen die CDU in der Kürze der Zeit als Kandidaten aus dem Hut zaubern wird. Die- oder derjenige wird sich freilich an großen Fußstapfen messen lassen müssen und diese auszufüllen versuchen.

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