Kommunikativer Kandidat: Benjamin Tschesnok im Gespräch

Der Hünfelder Bürgermeisterkandidat Benjamin Tschesnok (Zweiter von rechts) besuchte „Fulda aktuell“, um mit Objektleiter Michael Schwabe (links), Redakteur Christopher Göbel (Zweiter von links) und Redaktionsleiter Bertram Lenz zu sprechen.
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Der einzige Hünfelder Bürgermeisterkandidat Benjamin Tschesnok spricht über Familie, Pläne und die Kommunalpolitik.

Fulda/Hünfeld -  Benjamin Tschesnok ist 35 Jahre alt, seit mehr als 20 Jahren politisch aktiv und der einzige Kandidat für das Bürgermeisteramt in Hünfeld. Amtsinhaber Stefan Schwenk wird nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren und die anderen Parteien haben keine Kandidaten benannt. „Kommunalpolitik ist mein Steckenpferd“, sagt Tschesnok. Noch arbeitet er als Anwalt in der Haunestadt.

Aufgewachsen ist der 35-Jährige in Mackenzell, studiert hat er in Frankfurt und eine Familie hat er in Hünfeld gegründet. Gemeinsam mit seiner Frau und zwei Kindern (fünf und zwei Jahre alt) lebt er im eigenen Haus im Neubaugebiet.

Schon als Schüler wurde er von einem Klassenkameraden gefragt, ob er in der „Jungen Union“ mitmachen wolle. „Ich bin dann mal mitgegangen. Später sagte ich zu meinen Eltern: Ich muss Euch mal was sagen.“ Seine Mutter habe ihn erschrocken angeschaut, aber auf die Ankündigung „Ich bin in die ,Junge Union‘ eingetreten“, kam lediglich: „Ich dachte schon, es wäre was Schlimmes.“

Tschesnoks Mutter stammt aus Hünfeld, sein Vater kommt aus Butzbach. „Mein Vater kam mit dem Bundesgrenzschutz nach Hünfeld und ist der Liebe wegen geblieben“, erinnert Tschesnok sich. „Auch wenn mein Name anderes vermuten lässt: Ich bin ein waschechter Hünfelder“, erklärt der Bürgermeisterkandidat. Wobei er aber zugeben muss, dass er „Hifäller Platt“ nicht beherrscht. „Ich verstehe alles, kann es aber nicht sprechen“, schmunzelt er.

Staatsexamen und Hochzeit

Nach seinem Jurastudium – das Zweite Staatsexamen war drei Tage nach seiner Hochzeit terminiert – erhielt der junge Tschesnok das Angebot, in der Hünfelder Kanzlei „Kircher und Abel“ in eine Bürogemeinschaft einzusteigen. „Ich hätte mir auch einen Job in der Verwaltung vorstellen können“, so Tschesnok. Er stimmte zu und die anwaltliche Tätigkeit bereitet ihm große Freude. „Ich bearbeite alle möglichen Fälle, die in unserer Region vorkommen“, sagt er.

Im Jahr 2006 trat Benjamin Tschesnok bei der Kommunalwahl für die CDU in Hünfeld an und wurde prompt ins Stadtparlament gewählt. „Kommunalpolitik ist nicht abstrakt, sondern sehr direkt und greifbar“, so Tschesnok. Als junger Stadtverordneter, der zwar in Hünfeld wohnte, aber in Frankfurt studierte, sei ein Ereignis eine Initialzündung für sein politisches Engagement gewesen: „Als Trainer der B-Jugend ist mir aufgefallen, dass der Basketballplatz in Mackenzell nicht nutzbar war.“ Er habe darauf mit dem damaligen Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel gesprochen und das Problem geschildert. „Meine Ideen sind dann umgesetzt worden“, erinnert Tschesnok sich. „Durch den sichtbaren Erfolg wurde mir klar, dass man mit Kommunalpolitik wirklich etwas bewegen kann.“

Der Hünfelder Bürgermeisterkandidat Benjamin Tschesnok (Zweiter von rechts) besuchte „Fulda aktuell“, um mit Objektleiter Michael Schwabe (links), Redakteur Christopher Göbel (Zweiter von links) und Redaktionsleiter Bertram Lenz zu sprechen.

Kurz nach der Absage des derzeitigen Amtsinhabers Stefan Schwenk wurde Tschesnok auf einem Parteitag als Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 3. November dieses Jahres nominiert. „Ich bin zwar der einzige Kandidat, aber ich habe meinen Wahlkampf geplant“, sagt er. Dazu gehören auch Haustürbesuche, bei denen er sich zum einen bekannt machen und vor allem mit den Bürgern ins Gespräch kommen möchte. „Ich möchte die Menschen erreichen, denn die Leute wollen gerne mit Verantwortlichen vor Ort sprechen und ihre Anliegen schildern“, ist Tschesnok überzeugt. Er könne sich vorstellen, solche Gespräche auch als Bürgermeister weiterzuführen.

„Obwohl ich keinen Gegenkandidaten habe, was ich durchaus schöner und demokratischer gefunden hätte, mache ich Wahlkampf, weil es mir wichtig ist“, sagt der 35-Jährige, der seine Kampagne aus Spenden und aus eigener Tasche bezahlt. Doch bevor der Wahlkampf begann, stand eine Frage für Benjamin Tschesnok ganz oben auf der Agenda: „Wollen wir das überhaupt?“. Und darin bezieht er seine Frau mit ein. „Hätte sie auch nur mit der Wimper gezuckt, hätte ich es nicht gemacht“, sagt Tschesnok. Er sei mit seiner Familie überein gekommen, dass sie, wenn er Bürgermeister ist, viele Termine gemeinsam wahrnehmen wollen. Denn Tschesnok ist durch und durch ein Familienmensch, der gerne kocht und sich im Kreise von Familie und Freunden am wohlsten fühlt.

„Gut aufgestellt“

Hünfeld sieht Tschesnok auf einem „guten Kurs“. „Die Stadt hat keine großen Baustellen und ist gut aufgestellt“, sagt er. „Der bisherige Kurs ist der richtige Kurs“, so Tschesnok, der in die Fußstapfen von Fennel und Schwenk treten wird und keine generelle Richtungsänderung plant. „Es läuft gut. Was sollte ich daran ändern?“, fragt er. Es sei jedoch immer nötig, Entscheidungen zu hinterfragen und auf neue Aufgaben und Herausforderungen anzupassen. Dabei helfen ihm auch die Gespräche mit den Bürgern. Sollte er gewählt werden, könnte er sich vorstellen, als Bürgermeister eher der „kommunikative Typ“ zu sein, auch was seinen Führungsstil betrifft. „Es ist wichtig, den Bürgern einiges zu erklären, damit sie verstehen, warum gewisse Entscheidungen getroffen werden“, sagt er. Politische Vorbilder hat der Mackenzeller nicht. „Wenn ich ein Vorbild benennen müsste, dann sind es meine Eltern“, sagt er.

„Ich weiß, dass ich als Bürgermeisterkandidat einen Zeitvertrag auf sechs Jahre eingehe“, sagt er. Aber er konstatiert auch: „Ich weiß ebenfalls, dass ich als Bürgermeister Entscheidungen zu treffen habe, die Generationen überdauern. Ich lebe gerne in Hünfeld und ich möchte auch in Hünfeld alt werden“, sagt er. Bis zum Wahltag am 3. November wird Tschesnok neben seiner anwaltlichen Tätigkeit noch in Hünfeld und allen Stadtteilen unterwegs sein, um sich vorzustellen. Das Ergebnis seiner Bemühungen wird sich am Wahlabend zeigen. Tschesnok hofft trotz seiner alleinigen Kandidatur auf eine hohe Wahlbeteiligung.

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