Komposition Michael Quells: Uraufführung im Rahmen des  Fuldaer Stadtjubiläums 

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Michael Quell (links) im Gespräch mit "Fulda aktuell"-Redaktionsleiter Bertram Lenz.

"String III - Branes" wird am 12. Oktober  in der Kapelle des Fuldaer "Vonderau Museums" vom  renommierten „Thin Edge New Music Collective“ dargeboten

Fulda - Zweifellos zählt der Fuldaer Michael Quell zu denjenigen Komponisten zeitgenössischer Ernster Musik, die international über ein ganz hohes Renommee verfügen. Was der 59-Jährige vor Kurzem gegenüber „Fulda aktuell“ auch so bestätigt hatte: „Meine Werke kommen in vielen Metropolen dieser Welt zur Aufführung“. Was also lag für die Stadt Fulda näher, als Quell auch in die Feiern des 1275-jährigen Stadtjubiläums einzubeziehen?

Hatte es Anfang Mai in der proppevollen Kapelle des „Vonderau Museums“ ein so genanntes „Portraitkonzert“ gegeben, das die einzelnen Schaffensperioden Quells aufzeigte, so wird es nun am Samstag, 12. Oktober, um 20 Uhr, wieder in der Kapelle des Museums die Uraufführung von String III – Branes“ geben, das im Auftrag der Stadt Fulda anlässlich des Jubiläums eigens für diesen Anlass komponiert wurde.

Entsprechend stolz zeigt sich Quell im Gespräch mit unserer Redaktion, muss zunächst aber noch einen Blick zurück auf das „Portraitkonzert“ werfen: „Die Zuhörer kamen nicht nur aus der Region, sondern teilweise von weither. So unter anderem aus Frankfurt am Main, Leipzig, Basel, Wien und Hamburg, und auch die Chefs des ,NEOS‘-Labels waren da“. Als Interpreten hatte das „Ensemble Aventure“ aus Freiburg gewonnen werden können. Zudem wirkten die Sopranistin Christine Simolka aus Basel und das mikrotonale Gitarrenquartett Jürgen Ruck aus Würzburg mit.

Quell hatte sich schon im Vorfeld über die Initiative des städtischen Kulturamtes gefreut, das an ihn mit der Idee einer solchen Veranstaltung herangetreten war. Und weil seiner Aussage zufolge die Stadt über dieses Konzertereignis hinaus etwas Bleibendes hatte haben wollen, hatte man ihn mit dem Wunsch nach einer Auftragskomposition konfrontiert. Einem Ansinnen, dem der 59-Jährige sehr gerne nachgekommen war.

Am 12. Oktober nun gastiert das international renommierte Ensemble „Thin Edge New Music Collective“ mit einem spannenden Programm neuer Werke kanadischer und deutscher Komponistinnen und Komponisten für Violine, Akkordeon und Klavier in Fulda. Im Zentrum des Konzerts in der Kapelle des „Vonderau Museums“ aber steht die Uraufführung des knapp 20-minütigen „String III – Branes“, das als Auftragskomposition geschaffen wurde. Quell gerät ins Schwärmen, wenn er von der außergewöhnlichen wie reizvollen Besetzung Ilana Waniuk ( Violine), Cheryl Duvall (Klavier) und Olivia Steimel (Akkordeon“ spricht.

Die Idee zur Komposition „String III – Branes“ basiert auf Aspekten der Stringtheorie, einer jüngerer Theorie aus der Teilchenphysik, in der unter anderem die Entstehung aller Typen von Materie auf unterschiedliche Grundschwingungsmuster zurückgeführt werden. Michael Quell: „Mein Werk greift diese ebenso bahnbrechende wie durchaus auch etwas abenteuerlich anmutende Idee auf und entwickelt daraus eine faszinierende Welt multipel fluktuierender Klangnetze, die immer wieder völlig neue, ungeahnte Horizonte des Hörens öffnen“. Karten für das Konzertereignis gibt es im Vorverkauf an den bekannten Stellen und an der Abendkasse.

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