Kooperationsvertrag zur Medienkompetenzförderung

Fulda. Die Hessische Landesanstalt fr privaten Rundfunk (LPR Hessen) und die Hochschule Fulda kooperieren seit Jahren auf dem Gebiet der Medienk

Fulda. Die Hessische Landesanstalt fr privaten Rundfunk (LPR Hessen) und die Hochschule Fulda kooperieren seit Jahren auf dem Gebiet der Medienkompetenzfrderung. In den nchsten drei Jahren sollen nun mehr Personal und zustzliche Sachmittel zur Verfgung gestellt werden, um insbesondere Studierende im Fachbereich Sozialwesen zu Multiplikatoren fr die medienpdagogische Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen auszubilden.

Am Montag dieser Woche unterzeichnete der Prsident der Hochschule Fulda, Prof. Dr. Roland Schopf, im Beisein des Vorsitzenden der Versammlung der LPR Hessen, Winfried Engel, der Beauftragten der LPR Hessen fr die Offenen Kanle, Angelika Jaenicke, und Prof. Dr. Andrea Hilgers, Prodekanin des Fachbereichs Sozialwesen, den bereits vom Direktor der LPR Hessen, Pof. Wolfgang Thaenert, unterschriebenen Kooperationsvertrag.

Die Initiatoren des Projekts erhoffen sich, dass den angehenden Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern damit neue und zeitgeme Berufsperspektiven geschaffen werden. Gerade am Berufsbild des Sozialarbeiters seien die Neuen Medien nicht spurlos vorbergegangen, so Prof. Andrea Hilgers. Neben klassischen Kompetenzen sei in vielen sozialen Berufen ebenso ein umfassendes Verstndnis fr die Vernderungen, Entwicklungen und Bedrfnisse der Gesellschaft im multimedialen Zeitalter gefragt.

Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter modernen Zuschnitts kennen sich im Dschungel des Sozialhilfegesetzes genauso gut aus wie im WorldWideWeb, geben Computerkurse im Kindergarten und inszenieren Video-Performances in Jugendzentren. Sie freue sich sehr, so Hilgers, auf die weitere Zusammenarbeit, zumal es seitens der Studierenden beraus positive Rckmeldungen zu den Kooperationsprojekten gebe. Fr den Erfolg der Arbeit sprchen auch die zahlreichen Mediaserver-Preise der LPR fr Projekte von Studierenden des Fachbereichs Sozialwesen.

Medienkompetenz vermitteln

Dem vielfltigen Anforderungsprofil wollen die LPR Hessen mit dem Offenen Kanal Fulda auf der einen und die Hochschule Fulda auf der anderen Seite mit ihrer Kooperation Rechnung tragen. Die LPR erflle mit dieser Kooperation auch einen eigenen Auftrag, neben privatem Rundfunk auch Brgermedien in Form der Offenen Kanle zu ermglichen und in der Bevlkerung Medienkompetenz zu vermitteln, betonte Winfried Engel als Vorsitzender der LPR-Versammlung.

Hierbei seien gerade die Studierenden der Hochschule Fulda als Multiplikatoren fr die Weitervermittlung der Medienfertigkeiten und -kompetenzen von groer Bedeutung. Er freue sich, dass dies ber die Fortsetzung und Ausweitung der Kooperation ermglicht werde. Anknpfend an die schon seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Hochschule Fulda und Offenem Kanal hoffe er sehr, dass der Offene Kanal Fulda auch nach der Novellierung des Hessischen Privatrundfunkgesetzes seine Arbeit im vorgesehenen Umfang fortfhren und die Zusammenarbeit mit der Hochschule ausbauen knne.

Angelika Jaenicke, Beauftragte fr die Offenen Kanle, hob die vielseitigen Kompetenzen hervor, die mit der Projektarbeit im Offenen Kanal erworben werden knnten. Neben den technischen Fertigkeiten im Umgang mit Kamera, Medientechnik und Produktionsplanung seien auch Kenntnisse ber die Struktur der Medienlandschaft in Deutschland und das Wissen um die Theorie von Medienpdagogik von groer Bedeutung.

Der Prsident der Hochschule Fulda, Prof. Roland Schopf, mchte die Kooperation des Fachbereichs Sozialwesen mit dem Offenen Kanal als fachbereichsbergreifendes Projekt strken, von dessen Entwicklungs- und Fortbildungsmglichkeiten auch Studierende anderer Fachbereiche profitieren knnen. Hierfr werde die Hochschule Fulda fr Personal und Sachmittel rund 25.000 Euro aufbringen. Er erinnerte an eine Sendung im Offenen Kanal ber die Erstsemesterbegrung und die mit Produktion und Durchfhrung einer Lifesendung verbundenen Erfahrungen: hier seien die Lernformen von besonderer Verbindlichkeit, um das Ergebnis - eine Fernsehsendung - zu ermglichen, auch wenn fr die LPR Hessen, so Winfried Engel, mehr noch der Weg dahin - die Verbreitung der erforderlichen Kompetenzen - das besondere Ziel der Kooperation sei.

Verluft alles nach den Vorstellungen der Kooperationspartner, werden die zuknftigen Hochschulabsolventen neben pdagogischem Wissen ebensoviel Know-how in Sachen Neue Medien mit in den beruflichen Alltag nehmen. Dazu wird das bestehende medienpdagogische Angebot der Hochschule Fulda in den Bereichen Videoproduktion und filmisches Gestalten erweitert. Auf dem Lehrplan stehen dann der Umgang mit Kamera und Schnittcomputer, Methoden und Theorien der Videoarbeit ebenso wie Vorlesungen ber die Chancen und Risiken der Mediengesellschaft. (pm)

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