Kopf nicht in den Sand gesteckt: Strauss fördert Fuldaer Padua Schule

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Fulda/Biebergemünd. Die "Antonius von Padua Schule" in Fulda wird inklusive Grundschule. Familie Engelbert Strauss finanziert Neubau für 3,6 Millionen

Fulda/Biebergemünd. Die "Antonius von Padua Schule" in Fulda wird ab dem kommenden Schuljahr eine inklusive Grundschule sein, in der dann Kinder mit und ohne Beeinträchtigung miteinander lernen und sich gemeinsam entwickeln können. Dieser große Entwicklungsschritt einer der ältesten Förderschulen Hessens (Gründung 1905) wird möglich, weil die Unternehmerfamilie Engelbert Strauss aus Biebergemünd im Rahmen ihres traditionellen sozialen Engagements zur Finanzierung dieser Baumaßnahme 3,6 Millionen Euro zur Verfügung stellt. "Wir wollen durch diesen auch für unser Haus in seiner Höhe außergewöhnlichen Beitrag ein Projekt unterstützen, welches das Füreinander der Menschen in den Mittelpunkt stellt und die wechselseitige Rücksichtnahme sowie das Voneinanderlernen als Bildungsziel hervorhebt, sagten "Altunternehmer" Norbert Strauß und die beiden "frischgebackenen" Geschäftsführer, seine Söhne Steffen und Hennig, am Freitag auf der Pressekonferenz in der "Padua Schule". Das gesellschaftliche Anliegen der Unternehmerfamilie, die sich unter anderem auch in Laos, Zimbabwe und Uganda auf dem schulischen Sektor und in der Jugendarbeit engagiert, stehe dabei  auf dem Fundament und im Einklang mit den Firmengrundsätzen Bildung, Werteorientierung und Verantwortung gegenüber Mensch und Natur, so die Familie Strauss. "In dieser Zielsetzung bestehe ein hohes Maß an Deckungsgleichheit mit der Grundhaltung des Schulträgers", sagte "Netzwerker" Dr. Alois Rhiel von der Projektentwicklungsgesellschaft "OFB", der quasi die ersten Kontakte zwischen Biebergemünd und Fulda knüpfte."Wir verstehen uns aber bei dieser Förderung nicht in erster Linie als Geld-, sondern als Impulsgeber. Uns liegt am Herzen, wegweisende Ideen und Konzepte zu unterstützen und Nachahmer zu eigenem Engagement zu animieren", sagte Henning Strauss.

Das künftige Konzept der "Antonius von padua Schule" stellte Schulleiter Hanno Henkel vor: "Bildung ist die Grundvoraussetzung für eigenverantwortliches Handeln und notwendig für die Förderung sozialer, alltagsrelevanter Kompetenzen." In der neuen "Antonius von Padua Schule" sollen daher die Schülerinnen mit und ohne Beeinträchtigung nicht nur von der Lehrerin oder dem Lehrer lernen, sondern auch von ihren Mitschülern. Durch individuelle Lernformen und das Heranführen zu eigenverantwortlichem Lernen sei es möglich, die Kinder optimal zu fördern und für ihr späteres Leben sehr gut vorzubereiten. Die "Antonius von Padua Schule" ist hessenweit die zweite Förderschule, die sich als "inklusive Grundschule" öffnet.   Das Kultusministerium unterstützte diesen Schritt mit der staatlichen Anerkennung ausdrücklich. Dabei werden die positiven Erfahrungen aus der integrativen KITA fortgeführt. Die Fachlichkeit der Lehrer der "Padua Schule" wird nun auch den Kindern ohne Handicap zur Verfügung stehen.

Wir wollen indes keine Flächenversorgung, sondern lediglich auf der Basis unseres Stiftungsauftrages ein weiterführendes Modell schaffen", erläuterte Antoniusheim-Geschäftsführer Rainer Sippel. Er dankte auch Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller und Landrat Bernd Woide als den Verantwortlichen der kommunalen Schulträger für deren Kooperationsbereitschaft  - der Stadt insbesondere dafür, dass sie die Liegenschaft der Schule auch in Zukunft im Rahmen eines Erbbaurechts zur Vergügung stellt.

Die Familie Strauss sowie alle Schulverantwortlichen erklärten abschließend, dass über dem gemeinsamen Vorhaben die erkenntnis stehen, dass Charakter- und Herzensbildung aller Kinder ein wichtiger Aspekt der schulischen Erziehung sein müsse.

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