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Kostenfaktor Handy

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Osthessen. Seit 15 Jahren liefert die KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) detaillierte Informationen zum Medien- und Konsumverhalten der Kinder und

Osthessen. Seit 15 Jahren liefert die KidsVerbraucherAnalyse (KidsVA) detaillierte Informationen zum Medien- und Konsumverhalten der Kinder und Jugendlichen im Alter von 6 bis 13 Jahren und hat sich in dieser Zeit als Deutschlands wichtigste Studie fr diese Altersgruppe etabliert.

Digitales Kinderzimmer

Total digital geht es inzwischen besonders bei den lteren Kindern zu. Der Zugang zum Computer und zum Internet sowie die Ausstattung mit Audio- und Videotechnik nehmen weiter zu. Inzwischen knnen und drfen 3,7 Millionen Kinder zu Hause einen Computer nutzen. Dies sind rund 300.000 junge Anwender mehr als noch vor zwei Jahren. Whrend das Geschlecht bei der Nutzung keine Rolle spielt, ist das Alter weiter von groer Bedeutung. ber 80 Prozent (2005: 74 Prozent) der 10- bis 13-Jhrigen sitzen zu Hause vor einem Rechner, bei den 6- bis 9-Jhrigen sind es dagegen knapp die Hlfte (46 Prozent 2005: 38 Prozent), die vor dem Bildschirm anzutreffen sind.

Spielen am Computer bleibt die Hauptbeschftigung der User (93 Prozent), aber immer mehr von ihnen nutzen den PC auch als Plattform, um ins Internet zu gelangen (64 Prozent). ber die Hlfte verfassen zudem an ihm Texte (56 Prozent) oder arbeiten mit Lexika-/Sprach-Software (52 Prozent) sowie Lernprogrammen (50 Prozent). Ungebremst geht die Entwicklung bei der Internetnutzung weiter. Inzwischen sind 3,3 Millionen und somit erstmals mehr als die Hlfte der Kinder (57 Prozent 2005: 42 Prozent) mindestens ab und zu Online. Wieder spielt das Alter die entscheidende Rolle bei der Erlaubnis zur Internetnutzung.

Whrend schon 80 Prozent der 10- bis 13-Jhrigen mindestens ab und zu im Netz unterwegs sind (2005: 63 Prozent), ist es bei den 6- bis 9-Jhrigen jeder Dritte. Dies bedeutet bei den jngsten Usern fast eine Verdoppelung innerhalb der letzten beiden Jahre (2005: 18 Prozent).

Die Verbreitung von Mobiltelefonen geht zwar weiter, aber hauptschlich bei den lteren Kids. Den Jngsten fllt es dagegen schwer, ihre Eltern von der absoluten Notwendigkeit eines eigenen Handys zu berzeugen. 2,1 Millionen Kinder (37 Prozent) nennen inzwischen ein Handy ihr eigen. Dabei sind berwiegend die 10- bis 13-Jhrigen Besitzer eines der begehrten Gerte (62 Prozent).

Lesen bleibt feste Gre

Wie die Studie aber auch belegt, bleibt Lesen eine feste Gre in der Freizeit vieler Kinder. Zeitschriften (86 Prozent) sowie Bcher (79 Prozent) werden weiterhin gerne verschlungen. Die 40 abgefragten Kindermagazine erreichen regelmig vier Millionen junge Leser. Die Top 3-Titel sind das Micky Maus-Magazin (Egmont Ehapa Verlag) mit 644.616 Lesern, gefolgt von Disneys Lustiges Taschenbuch (Egmont Ehapa Verlag) mit 360.549 Lesern und Geolino (Gruner + Jahr) mit 326.479 Lesern.

Finanziell sind die jungen Konsumenten gut ausgestattet: Hochgerechnet 2,6 Milliarden Euro an Taschengeld und Geldgeschenken kommen jhrlich zusammen, die bevorzugt fr Swaren, Zeitschriften und Eis ausgegeben werden. Weitere 3,8 Milliarden Euro liegen auf ihren Sparkonten. Diese Ergebnisse belegen die groe Bedeutung von Kindern als Kunden der Gegenwart und Zukunft, sagt Ingo Hhn.

Dank weiter zunehmender Entscheidungsfreirume knnen die Kinder ber ihre Gelder weitgehend frei verfgen. Dabei spielen Marken eine ausgeprgte Rolle in ihrem tglichen Leben.

Trotz der zunehmend gewhrten Freiheiten werden auch klare Grenzen gezogen: So bleibt das eigene Handy fr die meisten Kinder unter 10 Jahren bislang ein unerfllter Wunsch und auch das Internet wird von den Erziehungsberechtigten mit kritischen Augen gesehen. Elterliche Kontrolle, Regelungen und Einschrnkungen sollen die Kinder vor mglichen Gefahren im Netz schtzen. Kinder sind teuer aber was kostet ein Kind im Jahr? Die KidsVA kann hierzu zumindest fr einige Bereiche konkrete Zahlen liefern.

Jungs kosten etwas mehr

So wurden fr Spielwaren in den letzten zwlf Monaten durchschnittlich pro Kind 180 Euro ausgegeben und damit 16 Euro mehr als in den letzten beiden Jahren. Ebenso wurde fr die Bekleidung des Kindes mehr ausgegeben als noch vor zwei Jahren: Um 5 Euro stiegen die Ausgaben auf nun 320 Euro an. brigens im Schnitt fr Jungs sogar etwas mehr als fr Mdchen, denn die bezahlen ihre Klamotten auch mal mit dem eigenen Taschengeld.Als relativ neuer Kostenfaktor kann immer noch das Handy gelten. Monatlich werden 26 Euro dafr ausgegeben, was sich auf jhrlich 312 Euro aufsummiert (297 Euro in 2005). Getragen werden die Ausgaben allerdings nur von jedem dritten Erwachsenen allein. Meist wird das Kind an den Kosten beteiligt (47 Prozent) oder muss es sich sogar allein finanzieren (20 Prozent).

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