Kraftanstrengung

Fulda. Der Kunsthistoriker Hubert Wilm schrieb 1948 ber die Sammlung von Bernhard und Romy Fahr, ihr Wert bestehe darin, dass sie

Fulda. Der Kunsthistoriker Hubert Wilm schrieb 1948 ber die Sammlung von Bernhard und Romy Fahr, ihr Wert bestehe darin, dass sie zahlreiche, einstmals verstreute Werke des mitteldeutschen, zumal des Fuldaer und Rhn-frnkischen Kunstkreises zu einer Sammlung vereinigt hatten.Viele, nicht zuletzt die Stadt, htten sich gewnscht, wenn die Sammlung etwa als Stiftung erhalten geblieben wre. Doch schon lange stand fest, dass die kostbaren Einzelstcke auf einer Auktion versteigert werden sollten. Deshalb war die groe Ausstellung der von Romy und Bernhard Fahr zusammengetragenen Exponate im Vonderau Museum im vergangenen Jahr die letzte Gelegenheit, diese ausgewhlten Stcke mittelalterlicher Kunst in ihrer Gesamtheit zu sehen. Fr Fuldas Oberbrgermeister Gerhard Mller stand deshalb von Anfang an fest: Wir wollen und werden uns bemhen, die fr uns wichtigsten Exponate fr das Vonderau Museum zu sichern. Mllers Vorhaben ist geglckt. Wie Magistratspressesprecher Michael Schwab auf Nachfrage berichtet, hat die Stadt insgesamt fnf Exponate fr einen hohen fnfstelligen Betrag erworben. Knapp 40.000 Euro stammen aus der stdtischen Haushaltsstelle, die fr Anschaffungen fr das Vonderau Museum bestimmt ist. Sponsoren wie die WAG, die GWV, die Sparkasse Fulda sowie der Hessischen Kulturstiftung htten den Ankauf aber erst mglich gemacht. Die gemeinsame Kraftanstrengung zur langfristigen ffentlichen Sicherung dieser Kunstwerke in der Region habe sich gelohnt, so Mller.Eine groe Madonna, das Hauptstck der Sammlung Fahr, sowie die figrlichen Darstellungen der Heiligen Barbara und Anna Selbdritt sowie von Petrus und Paulus und einer weiteren Maria mit Kind konnten auf der Auktion fr Fulda erworben werden.Zufrieden zeigte sich Mller ber den Ankauf, denn die Kern- und wichtigsten Stcke der Sammlung Fahr sind somit fr die stdtische Kunstsammlung gesichert. Allerdings schwingt auch ein wenig Enttuschung mit. Die beiden Leuchtengel aus Linde, die zwischen 1460 bis 1470 im Fuldaer oder im thringischen Raum hergestellt worden sind, sowie die Bonifatius-Darstellung waren preislich so hoch angesiedelt, dass die stdtischen Bieter nicht mehr mithalten konnten.

Die Sammlung Fahr, die als letzte groe Sammlung ihrer Art mit Skulpturen vom Mittelalter bis zur Neuzeit galt, gehrt nun der Vergangenheit an. Sehr schn beschreibt der vom Auktionshaus herausgegebene Katalog die einzelnen Werke und ihre Herkunft, die Bernhard Fahr seit seiner Rckkehr aus dem Kriegsdienst zu sammeln begann. Fahr stammte aus einer angesehenen Fuldaer Familie. Sein Vater war Inhaber der Kniglich privilegierten Hof-apotheke Zum Schwan gewesen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

Von Stahlrohren eingeklemmt: Arbeitsunfall in Burghaun

Beim Verladen von Stahlrohren kam es am Dienstag zu einem Arbeitsunfall in Burghaun-Gruben.
Von Stahlrohren eingeklemmt: Arbeitsunfall in Burghaun

Erfolgreicher Markt der Möglichkeiten: Zahlreiche Besucher diskutieren über Erhalt der Artenvielfalt

An Infoständen von unterschiedlichen Akteuren aus dem Naturschutz erfuhren die Besucher dort bei einem Markt der Möglichkeiten alles rund um das Thema Biodiversität.
Erfolgreicher Markt der Möglichkeiten: Zahlreiche Besucher diskutieren über Erhalt der Artenvielfalt

Unfall nahe Schloss Bieberstein: 28-Jährige und ihr Baby zum Glück unverletzt

Vor Ort war auch ein Rettungshubschrauber.
Unfall nahe Schloss Bieberstein: 28-Jährige und ihr Baby zum Glück unverletzt

Gesucht und gefunden: Das Schuhhaus Zentgraf ist seit fünf Jahren am richtigen Fleck in Künzell

Vor fünf Jahren ist das Schuhhaus Zentgraf mit einer Filiale nach Künzell gezogen. Damit begann eine erfolgreiche Geschäftspartnerschaft.
Gesucht und gefunden: Das Schuhhaus Zentgraf ist seit fünf Jahren am richtigen Fleck in Künzell

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.