Krankenstand in der Region angestiegen

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Bei der Präsentation des Gesundheitsreports: (von links) Christian Beser (Leiter der „DAK-Servicecenter in Fulda und dem Vogelsbergkreis”, Privat-Dozent Dr. med. Thomas Menzel (Vorstand Krankenversorgung des „Klinikums Fulda”), Dr. Anna-Maria Budczies(Direktorin der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie), Irina Weiß (Geschäftsbereich Personal- und Organistionsentwicklung) und Grit Kraushaar (Personalleitern des „Klinikums Fulda”. Foto: Grebe

Fulda. Heute wurde der "DAK-Gesundheitsreport" vorgestellt. Im letzten Jahr hatte die Region einen höheren Krankenstand als der Bund.

Fulda. In einem Pressegespräch im "Klinikum Fulda” stellte Christian Beser, Leiter der "DAK”-Servicecentren in Fulda und im Vogelsbergkreis, den "DAK-Gesundheitsreport 2014” vor. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Krankenstand in den Landkreisen Fulda und Vogelsberg auf 4,5 Prozent erhöht. Damit liegt die Region mit 0,3 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.  Das bedeutet aber nicht automatisch, dass mehr Menschen krank waren. Auch weniger Menschen mit einer längeren Krankheitsdauer erhöhen die Quote.

Die häufigsten Krankheitsursachen sind Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen oder Bandscheibenvorfälle, Atemwegserkrankungen und Psychische Erkrankungen. Letztere kommen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls häufiger vor und belegen erstmals den dritten Platz. In ganz Hessen sind psychische Erkrankungen insgesamt um 90 Prozent angestiegen.

Ein Hauptaugenmerk der "DAK”-Studie lag zudem auf den 30 bis 40-Jährigen, als "Rushhour-Generation” bezeichnet, und deren vermehrten Belastungen. Diese Belastungen bestehen aus den Lebensentscheidungen, welche die meisten in diesen Lebenjahren treffen. Kinder- und Karriereplanung und vorallem auch die Vereinbarkeit familiärer und beruflicher Bedürfnisse sind für diesen Lebensabschnitt entscheidend. Hier zeigt sich, dass sich viele Frauen durch die Erfüllung des Kinderwunsches in der Karriereentwicklung benachteiligt sehen. Gesundheitlich sind kinderlose Erwerbstätige und erwerbstätige Eltern, laut deren Selbsteinschätzung, oft ähnlich gestresst.

Eine Umfrage zu diesem Thema belegt zudem, dass sich viele Eltern im Alltag mehr Unterstützung von ihrem Arbeitgeber wünschen. Grit Kraushaar, Personalleiterin des "Klinikums Fulda”,  beschreibt die gewünschte Familienfreundlichkeit genauer. "Zur Familienfreundlichkeit gehören meiner Meinung nach Arbeitsmodelle, die sich auch dem Alter des Kindes anpassen. Wir haben einen Betriebskindergarten, der gut genutzt wird. Die Lage sieht für Eltern aber wieder anders aus, wenn die Kinder in die Schule gehen. Auch für diese Zeit müssen Möglichkeiten  geschaffen werden, wie  flexiblere Teilzeitstellen.” "In der Arbeitswelt werden die Bedürfnisse vieler Eltern nicht berücksichtigt. Das erschwert die Vereinbarkeit von  Beruf und Familie”, ergänzt Beser.

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