Kriminalstatistik 2018 für Fulda und den Vogelsbergkreis vorgestellt

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Stellten am Montagmorgen die Kriminalstatistik 2018 vor (oberes Bild, von links): Kriminaldirektor Daniel Muth, Polizeipräsident Günther Voß und Pressesprecher Dominik Möller.
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Stellten am Montagmorgen die Kriminalstatistik 2018 vor (oberes Bild, von links): Kriminaldirektor Daniel Muth, Polizeipräsident Günther Voß und Pressesprecher Dominik Möller.
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Alle Zahlen und Fakten zum Landkreis Fulda boten (kleines Bild, von links) Polizeidirektor Fulda Bernhard Jäger und Oliver Vogel, Leiter der zentralen Kriminalinspektion.
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Alle Zahlen und Fakten zum Landkreis Fulda boten (kleines Bild, von links) Polizeidirektor Fulda Bernhard Jäger und Oliver Vogel, Leiter der zentralen Kriminalinspektion.
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Alle Zahlen und Fakten zum Vogelsbergkreis boten (kleines Bild, von links) Erster Kriminalhauptkommisar RKI Vogelsberg Horst Schäfter und Polizeidirektor Vogelsberg Andreas Böhm.
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Das Polizeipräsidium Osthessen stellte am heutigen Montagmorgen die Kriminalstatistik für das Jahr 2018.

Fulda - „Hier in Osthessen leben wir sehr sicher“, freut sich Günther Voß, Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Osthessen, bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2018. Die „guten Zahlen“ sprächen für die gute Arbeit, die die Polizisten in Osthessen leisten würden. Das Präsidium erreichte mit einer Aufklärungsquote von 67,7 Prozent die höchste seit Bestehen des Polizeipräsidiums Osthessen. Auch sinkende Fallzahlen erfreuen Voß sehr. Die Kriminalitätsbelastung liege auch im Jahr 2018 deutlich niedriger als in anderen Gebieten in Hessen. Mit 4.017 Straftaten pro 100.00 Einwohner liegt Osthessen 1.954 unter der Zahl des Bundeslandes.

Die Einrichtung des Kriminaldauerdienstes (KDD) sei ein Erfolgsmodell. „Durch den KDD verfügen wir in Osthessen seit August nicht nur rund um die Uhr über kriminalpolizeiliche Fachkompetenz, sondern entlasten damit auch die Fachkommissariate durch den Wegfall der Rufbereitschaftsdienste“, so Voß. Nicht mit Superlativen langweilen wollte Kriminaldirektor Daniel Muth, aber „wir haben großartige Zahlen.“ Zurückgehende Fallzahlen bei Straßenkriminalität, Wohnungseinbrüchen, Diebstählen, Jugend- und Rauschgiftkriminalität. Ebenso steige die Aufklärungsquote. „Doch jeder Wohnungseinbruch ist einer zu viel. Denn bei diesem Delikt dringt ein Unbefugter in die Privatsphäre seiner Opfer ein“, bedauert Muth. Ebenso bedauerlich sei die Steigerung der Gewalt gegen Polizeibedienstete. 312 Polizisten seien in 2018 Opfer von Gewalt geworden. Daher investiere die Hessische Landesregierung mit moderner Ausstattung in den Schutz von Polizisten. Sechs Bodycams sind bereits in Osthessen im Einsatz. Zusätzlich wird es neue Schutzwesten geben, die nicht nur schuss-, sondern auch stichfest sind. Auch ein Schnittschutzschal und ein neuer Einsatzhelm wartet auf die Beamten. „Damit wird auf Ereignisse in Deutschland reagiert“, meint Voß. Ebenfalls werden im Laufe des Jahres fünf Taser für das Polizeipräsidium Osthessen angeschafft. Der Polizeipräsident verspricht sich viel von diesem Einsatzmittel. „Oft reicht hier nur das Zeigen der Teaser“, so Voß.

„Die Schwelle zur Gewalt ist deutlich niedirger geworden“, sagt Bernhard Jäger, Leiter Polizeidirektion Fulda. Die Fälle der Körperverletzung ist nicht nur in Fulda (um 7,2 Prozent) und im Vogelsberg (um 16,3 Prozent) gestiegen, sondern auch in ganz Osthessen. Hilfreich bei der Aufklärung von Straftaten sei in Fulda sicherlich die Videoüberwachung. Seit 2001 wird der Bahnhofsvorplatz überwacht, 2012 kam die Überwachung am Heertor dazu und 2017 folgte die Überwachung am Universitätsplatz. Auch in Hünfeld setzt man auf die Videoüberwachung, sie wird dort am Bahnhof eingesetzt. „Wir wollen damit Straftaten verhindern“, sagt Jäger.

Straftaten verhindern ist auch das Ziel der Kampagne „Senioren auf Zack“. Internetkriminalität nehme immer mehr zu. Die Kampagne mache Senioren auf die Thematik aufmerksam und verhindere dadurch immer häufiger den Erfolg von Betrügern. Ebenso erfolgreich sei die Kampagne „Wachsamer Nachbar“, die vor allem im Vogelsberg Anklang finde. Alles begann laut Andreas Böhm, Kriminaldirektor Polizeidirektion Vogelsberg, mit 50 Personen in Alsfeld: „Wir wollten zur Aufklärung und Verhinderungen von Wohnungseinbrüchen den Bürger sensibilisieren.“ So werden Bürger, die sich bei der Polizeidirektion angemeldet haben, per E-Mail über Einbrüche in der Nachbarschaft informiert.„Wem etwas aufgefallen ist, darf sich dann bei uns melden“ oder „Wenn jemand etwas Auffälliges wahrnimmt ruft bei uns an“.

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