Krise im regionalen Arbeitsmarkt

Fulda. Die internationale Wirtschaftskrise hat den regionalen Arbeitsmarkt erreicht. Im Januar waren in Fulda 6.575 Menschen arbeitslos gemeldet. Das

Fulda. Die internationale Wirtschaftskrise hat den regionalen Arbeitsmarkt erreicht. Im Januar waren in Fulda 6.575 Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren nahezu 1000 Arbeitslose mehr als im Vormonat. Der Anstieg betrgt bei der Arbeitsagentur 748 und beim Amt fr Arbeit und Soziales 249. Derzeit sind bei der Arbeitsagentur 3145 Menschen arbeitslos gemeldet, 3430 Arbeits-lose fallen in die Zustndigkeit des Amtes fr Arbeit und Soziales. Die Quote stieg auf 5,9 Prozent (Dezember: 5,0 Prozent). Die Zunahme ist zum groen Teil saisonal bedingt, erlutert Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Geschftsfhrung der Agentur fr Arbeit Fulda. Im vergangenen Jahr war der Anstieg der Arbeitslosigkeit von Dezember 2007 auf Januar 2008 mit knapp 800 jedoch deutlich geringer ausgefallen. Zudem ist die Arbeitslosigkeit im Januar hher als im Vorjahresmonat. In den vergangenen drei Jahren lag die Arbeits-losigkeit in jedem Monat unter dem jeweiligen Vorjahresmonat. Damit ist die Trendum-kehr deutlich sichtbar. Von den 1.532 Frauen und Mnnern, die sich im Januar allein bei der Arbeitsagentur neu oder erneut arbeitslos meldeten, kamen rund 90 Prozent aus Erwerbsttigkeit oder Ausbildung. Die Arbeitsagentur sieht erste Anzeichen, wonach die Betriebe weniger Auszubildende nach Beendigung ihrer Lehre bernehmen, als in den Vorjahren. Ungefhr auf dem Niveau des Vorjahresmonats liegen die Stellenzugnge. Im Hotel- und Gaststtten-Bereich sowie im Handel zogen Arbeitgeber Stellenangebote zurck. Im Speditionswesen, das vor wenigen Monaten noch dringend Kraftfahrer suchte, sind der Arbeitsagentur momentan nur noch fnf offene Stellen gemeldet. Positiv ist die Situation nach wie vor im Gesundheitswesen, wo rzte und Pflegeper-sonal gebraucht werden. Weiter gesucht werden auch Metallbauer, Schweier, Rohr-installateure und -monteure sowie Elektriker. Im Bereich der Zeitarbeit setzt sich die negative Entwicklung der vergangenen Monate weiter fort. Vor allem auf der Helfer-ebene sind Stellenangebote zurckgegangen. Ein Rekordniveau hat die Kurzarbeit erreicht. Bis Ende Januar haben 44 Betriebe Kurzarbeit angezeigt. Betroffen sind hiervon 2.005 Beschftigte, die von der Arbeits-agentur finanziell untersttzt werden. Wir sind sehr froh, dass wir den heimischen Betriebe in schwieriger Zeit durch Kurzarbeitergeld finanziell unter die Arme greifen knnen, um die Beschftigung zu sichern und Arbeitslosigkeit zu vermeiden, erklrt Waldemar Dombrowski, Hinter den mehr als 2000 Beschftigten in Kurzarbeit stehen Familien und Angehrige. Zugleich ruft der Agenturchef die betroffenen Arbeitgeber auf, die Auftragsflaute zur Qualifizierung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter whrend der Kurzarbeit zu nutzen: Jetzt haben die Betriebe Gelegenheit, fr die Zeit nach der Krise vorzusorgen. Die Arbeitsagentur kann die berufliche Qualifizierung finanziell untersttzen. Informationen zur Qualifizierung whrend der Kurzarbeit gibt die Arbeitsagentur Fulda unter der Telefonnummer 0661/17-393 (Herr Huser) sowie unter der Arbeitgeber-Hotline 01801 66 44 66 (3,9 Cent aus dem Festnetz der dt. Telekom; abweichende Tarife siehe Netzbetreiber). >>> Hier gehts zum Arbeitsmarktreport

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