Krokodil im Kinderzimmer ist tabu

Osthessen. Was bereits seit lngerer Zeit in der Diskussion war, ist nun entschieden: Seit dem 9. Oktober ist in Hessen das Halten gefhrlic

Osthessen. Was bereits seit lngerer Zeit in der Diskussion war, ist nun entschieden: Seit dem 9. Oktober ist in Hessen das Halten gefhrlicher Tiere wildlebender Arten verboten, heit es aus dem Gieener Regierungsprsidium. Das Verbot gilt fr private Tierhalter, nicht jedoch fr gewerbsmige Halter wie Zoohandlungen, Zoos oder Zirkusbetriebe.

Bren, Skorpione, Tiger

Von dem neuen Gesetz werden zum Beispiel Grokatzen und Bren ebenso erfasst wie Gift- und Wrgeschlangen, Krokodile, Skorpione und Vogelspinnen, heit es weiter aus Gieen.

Wer bereits zum Inkrafttreten des Gesetzes entsprechende Tiere hlt, fllt nicht unter das Verbot. Allerdings mssen die Halter die Tiere bis zum 30. April 2008 beim Regierungsprsidium Gieen anzeigen, damit dieser Bestandsschutz greift. Wer die Frist versumt, kann sich nach dem Willen des Gesetzgebers nicht mehr darauf berufen; auch sind Nachzuchten nach dem 9. Oktober vom Bestandsschutz ausgeschlossen.

Die Regierungsprsidien nehmen bereits jetzt Aufgaben als Artenschutzbehrde wahr. Ein Teil der dem Verbot unterliegenden Tiere steht zugleich unter dem Schutz artenschutzrechtlicher Bestimmungen, weshalb es sich anbot, beide Aufgaben dort zu koppeln. Hier kommt die Bndelungsfunktion der Regierungsprsidien zum Tragen, so Regierungsprsident Wilfried Schmied, Aufgaben werden hier aus einer Hand erledigt, die sonst auf eine Vielzahl rtlicher Ordnungsbehrden zugekommen wren.

Auch Tiere, die bereits nach den artenschutzrechtlichen Bestimmungen dem RP gemeldet wurden, sind entsprechend den neuen Bestimmungen fr gefhrliche Wildtiere anzuzeigen, so die Behrde. Die Tierhalter erhalten dann eine Anzeigebesttigung, um im Falle von berprfungen etwas in der Hand zu haben.

Mit der neuen gesetzlichen Regelung, die es in vergleichbarer Weise auch in anderen Bundeslndern bereits gibt, sollen Risiken fr Leib und Leben durch die Haltung gefhrlicher Wildtiere in privater Hand vermieden werden. Auch die oft nicht artgerechte Haltung solcher Tiere hat den Gesetzgeber zu der neuen Regelung veranlasst, so der Regierungsprsident.

Rote Liste im Netz

Eine genaue Aufzhlung der betroffenen Tierarten findet sich in einer vom Hessischen Innenministerium herausgegebenen Liste, die ebenso wie ein Merkblatt und eine Anzeigeformular auf der Internetseite des RP Gieen unter der Adresse www.rp-giessen.de/Umwelt-/Natur-/Artenschutz verffentlicht ist.

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