Künstliche Intelligenz

Robotik AG baut selbststndig handelnde Maschinen Von NORMAN KRTGE Fulda. Sie spielen in Sciene-Fiction-Filmen Hauptrollen: R2-D2 und C-3PO

Robotik AG baut selbststndig handelnde Maschinen

Von NORMAN KRTGE

Fulda. Sie spielen in Sciene-Fiction-Filmen Hauptrollen: R2-D2 und C-3PO in Star Wars oder Data in Raumschiff Enterprise . Keine Menschen, sondern Roboter. Knstliche Wesen, die selbststndig Handeln und Denken sowie menschliche Zge aufweisen.

Von solchen Maschinen ist die Robotik AG der Hochschule Fulda zugegebenermaen noch weit entfernt, aber was die Studenten um Professor Dr. Oleg Taraszow mit bescheidenen Mitteln auf die Beine stellen, ist allemal sehenswert. Davon berzeugten sich diese Woche auch Zehntklsslerinnen der Fuldaer Marienschule, die in den nchsten Wochen an dem Kurs Schlerinnen programmieren Roboter teilnehmen. Ein Projekt des Mentorinnen-Netzwerkes, bei dem Schlerinnen einen Einblick in das Informatik-Studium gewinnen sollen.

Ohne Joystick

Unser Ziel ist es, Roboter zu entwickeln und zu bauen, die sich autonom, das heit ohne Steuerung bewegen knnen. Sie werden also nicht mit einem Joystick oder hnlichem gesteuert, erklrt Taraszow, der einen Lehrstuhl im Fachbereich Angewandte Informatik inne hat. Was diese machen knnen, demonstrierten Studenten beziehungsweise ihre Roboter.Ein Robosapien beispielsweise hat zwei Beine und zwei Arme. Sein Kopf hingegen besteht aus einem Pocket-PC samt kleiner Kamera. Mit Hilfe dieser luft er zielstrebig auf eine orange Tasse zu egal wohin man sie schwenkt, der Roboter findet sie.Das Kettenfahrzeug hingegen arbeitet mit GPS. Mit Hilfe dieser Sateliten-Daten fhrt der Roboter zum angegebenen Ziel und weicht dabei selbststndig Hindernissen aus.

Fuballroboter

Der zweibeinige Roboter von Alexander Buchholz steigt sogar kleine Treppenstufen hinab, sucht dann einen roten Becher und greift ihn. Autonom spielende Fuball-Roboter auf drei Rdern, die einen Golfball fhren und ins gegnerische Tore schieen knnen gibt es auch an der Hochschule Fulda. An Wettkmpfen knnen wir nicht teilnehmen, da wir dazu mindestens fnf solcher Roboter bentigen und zu Test- udn Forschungszwecken zehn Stck, sagt Taraszow. Denn beim Robocup, wie er gerade in Hannover ausgteragen wird, spielen Fnfer-Teams gegeneinander. Der Robocup ist so etwas wie das Aushngeschild der Forschergemeinschaft. Ziel ist es eine Roboter-Mannschaft zu entwickeln, die gegen Menschen spielen kann.

Fehlende finanzielle Mittel

Die Robotik AG in Fulda lebt grtenteils von dem Enthusiasmus der Studenten und des Professors, berichtet Taraszow. Was fehlt ist vor allem ein spezielles Labor fr Knstliche Intelligenz (KI). Denn in der KI liegt nach Aussage des Professors die Zukunft der Menschheit. Ziel seiner Forschung ist es, Systeme zu entwicklen, die einigermaen menschliche Fhigkeiten aufweisen. Also eine Maschine, die selbststndig vernnftige Entscheidungen treffen kann. Dazu mssen sowohl technische Voraussetzungen als auch die Software entwickelt werden.Praxisorientiert ist der Fachbereich jedenfalls. So wird im Bereich der Lagerverwaltung mit autonom agierenden Gabelstaplern experimentiert oder einer Kehrmaschine, die ohne menschliche Fhrung auskommt. Was fehlt ist allerdings die finanzielle Untersttzung aus der freien Wirtschaft, so der Dozent.

Fischer-Technik-Roboter

Mit all diesen Problemen die sich in der Forschung auftun werden die Schlerinnen der Marienschule in den nchstenWochen allerdings nur bedingt konfrontiert. Sie werden einen Fischer-Technik-Roboter bauen und programmieren, der dann selbststndig auf Lichtquellen zufahren soll.

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