Kultur und Genüsse: Wein- und Stadtführung in Hünfeld begeistert

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Am Samstagabend fand eine kulinarische und kulturelle Wein- und Stadtführung durch Hünfeld statt.

Hünfeld - Bereits Johann Wolfgang Goethe wusste: „Das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken.“ Diesem Motto hat sich Maria Weisz vor vier Jahren angenommen und in Hünfeld eine Vinothek namens „Via Regia“ eröffnet. Diese befindet sich nämlich tatsächlich an der alten Handels- und Militärstraße, auf der auch Goethe und Napoleon reisten. Weisz ist stark mit Hünfeld und seiner Geschichte verbunden. Als Stadtführerin Heidemarie Hinckel zu Besuch in ihrer Vinothek war entstand bei den beiden Damen „aus einer Weinlaune heraus“, eine neue Idee für ein kulturelles Angebot in Hünfeld. Gemeinsam mit der „TAG Hessisches Kegelspiel“ wurde die „Kulinarische Wein- und Stadtführung“ in Hünfeld ins Leben gerufen. Sie feierte im vergangenen Jahr Prämiere und war ein voller Erfolg. „Es ist eine etwas andere Stadtführung, die mit gutem Wein zum Wohlfühlen und Genießen einlädt“, erklärt Weisz. Einmal im Jahr wird diese Führung angeboten. „Die 20 Plätze waren schnell vergeben“, so Weisz. Auch im kommenden Jahr wird es eine Führung geben.

Gestartet wurde an der „Vinothek Via Regia“ mit einem Begrüßungsprosecco. Auch Hünfeld erlebte die Folgen der Via Regia, beispielsweise der Zug der französischen Soldaten auf dem Weg nach Moskau. „Die Franzosen verlangten von den Hünfeldern Weißbrot, was diese gar nicht kannten. Als die Soldaten dann von den Hünfeldern Graubrot serviert bekamen, waren sie nicht erfreut“, erzählte Hinckel.

Weiter ging es für die Teilnehmer über den Fuldaer Berg zum Unternehmen „Drinnenberg“. Dort warteten auf die Teilnehmer ein kühler Chardonney aus Deutschland und Gebäckstücke. Inhaber Rembert Wolf zeigte den Gästen Bilder des historischen Uhrengeschäfts, das den großen Brand 1888 unbeschadet überstanden hatte. „Zwei Drittel der Stadt wurden bei dem Brand zerstört“, erzählte die Stadtführerin.

Nach einem kurzen Abstecher in den Künstlerturm folgte für viele Teilnehmer das Highlight der Tour. Die Familie Ebert öffnete ihren Innenhof in der Lindenstraße für die Gruppe. „Das war schon immer mein Traum ,das mal zu sehen“, sagte eine Teilnehmerin. Bei einem Glas Rotling wurde den Teilnehmern die Geschichte und die Architektur des Hauses von den Hausherren erzählt. Entlang der historischen Stadtmauer ging es für die Gruppe zurück in die Vinothek, wo ein ganz besonderer Gast wartete. Geheimrat Goethe gönnte sich ein Schlückchen Wein und trug sein Gedicht „Jahrmarkt zu Hünfeld“ vor, welches keinen großen Anklang fand. „Goethe beschreibt in seinem Gedicht die Hünfelder Bevölkerung im Jahr 1814. Und beachtete dabei die Umständen nach dem napoleonischen Truppendurchzügen im Jahr 1813 nicht“, so Hinckel. Die Teilnehmer konnten sich aber mit einem Glas Rotwein und einem spontan neu verfassten Gedicht wieder besänftigen lassen. Die Gäste ließen diesen kulturellen und kulinarischen Abend bei Wein in der „Vinothek Via Regia“ ausklingen.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.vinothek-viaregia.de .

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