Allerletzte Breitbandlücken im Cluster Hünfeld/Burghaun werden geschlossen

Bei der Inbetriebnahme des Ausbauclusters Hünfeld/Burghaun (von links): MdL Thomas Hering, Hünfelds Bürgermeister Stefan Schwenk, Landrat Bernd Woide, Martina Böhme, Kreiskoordinator Breitband Landkreis Fulda Christof Erb, Frank Bothe (Telekom), Manfred Henning (atenekom).

Ausbau des schnellen Internets auch in ländlichen Bereichen des Kreises Fulda schreitet voran / 400.000 Euro Kofinanzierung

Hünfeld - Die Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen im Landkreis Fulda schreitet weiter deutlich voran. Das Land Hessen unterstützt diesen nun mit weiteren Mitteln – für den Glasfaserausbau insbesondere im ländlichen Raum. In Vertretung für Digital-Staatssekretär Patrick Burghardt überreichte Martina Böhme vom Hessischen Digitalressort Landrat Bernd Woide im Zuge der Netzeinschaltung des aktuellen Breitbandausbaus in der Stadt Hünfeld am Mittwoch eine entsprechende Absichtserklärung.

Mit dieser erklärt sich das Land Hessen bereit, bis zu 400.000 Euro an Kofinanzierung  zu übernehmen. „Ich danke dem Landkreis Fulda, dass er sich diesem immer wichtiger werdenden Thema besonders angenommen hat und mit sehr viel Engagement nach einer Lösung strebt“, sagte Böhme in Hünfeld.

„Zum einen freut es mich, dass wir hier und heute die Netzeinschaltung im bereits seit 2017 laufenden Breitbandausbau in Hünfeld feiern können. Zum anderen freue ich mich, dass wir mit unserer Absichtserklärung nicht nur helfen können, die allerletzten Lücken im Breitbandnetz 2 des Kreises zu schließen, sondern dass wir hiermit bereits in den zukunftsfähigen Glasfaserausbau bis in die Gebäude beziehungsweise die Häuser einsteigen.“

Insgesamt wurden seit 2017 allein von Bund, Land und Kommune rund 19 Millionen Euro in den Ausbau der Breitbandversorgung im Landkreis Fulda investiert. Das Land Hessen hat davon bislang rund 2,5 Millionen Euro finanziert. Durch die Zusage des Landes Hessen über weitere Fördermittel von bis zu 400.000 Euro können nun die letzten Versorgungslücken im Landkreis geschlossen werden. Hiervon profitieren rund 120 Anschlussnehmer, die mit Glasfaseranschlüssen bis ins Gebäude beziehungsweise Haus (FTTB/H) versorgt werden.

Landrat Bernd Woide: „Gerade für den ländlichen Raum bleibt der Breitbandausbau ein wichtiges Zukunftsthema. Ganz entscheidend ist zum Beispiel sowohl für junge Familien als auch für Betriebe die Schließung digitaler Versorgungslücken, die im Landkreis Fulda hohe Priorität hat. Der Schlüssel zur digitalen Welt ist wesentlich für Lebensqualität, Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit einer Region; hiervon profitieren insbesondere auch Landwirtschaft und mittelständische Betriebe.“

Die Deutsche Telekom hat im Auftrag des Landkreises Fulda im März 2017 mit den Arbeiten, gegliedert in 13 Ausbaucluster, begonnen. In Zahlen bedeutet dies 168 Kilometer Tiefbau, 643 Kilometer Glasfaser und 246 Kilometer Leerrohre. Insgesamt profitieren heute schon rund 11.000 Haushalte und 1.200 Unternehmen von den Investitionen im Zuge des Förderprogramms.

Nahezu alle Haushalte in den bisherigen „weißen Flecken“ werden Geschwindigkeiten von mindestens 30 MBit/s nutzen können. 98 Prozent der Haushalte erhalten Bandbreiten mit mehr als 50 Mbit/s, 60 Prozent erhalten 100 Mbit/s und mehr. Gewerbebetriebe können Bandbreiten bis zu 1 GBit/s erhalten. Im Ausbaucluster Hünfeld/Burghaun, Vorwahlbereich 06652, hat die Deutsche Telekom schon in den Jahren 2013/14 zahlreiche Haushalte und Unternehmen an Glasfaser angeschlossen. Im nun abgeschlossenen Ausbauabschnitt sind vor allem im ländlichen Raum des Altkreises Hünfeld die restlichen „weißen Flecken“ beseitigt worden.

Dazu zählen neben kleineren Weilern und Einzelanschlüssen unter  anderem auch die Landwirtschaftliche Vieh- und Fleischvermarktung Fulda-Hünfeld eG und die Reha-Klinik Mahlertshof in Burghaun. Aktuell erhalten zudem 77 Schulen in Trägerschaft des Landkreises beziehungsweise der Stadt Fulda Glasfaseranschlüsse bis in die Gebäude hinein, ebenso wie fünf Rathäuser und das Krankenhaus in Gersfeld.

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