Landkreis Fulda: Immer mehr Corona-Infektionen in Einrichtungen

Seniorenheime, Schulen und Gemeinschaftsunterkünfte betroffen

Fulda - Noch immer ist das Corona-Infektionsgeschehen im Landkreis diffus und über das gesamte Kreisgebiet verteilt. Betroffen sind Senioreneinrichtungen, Gemeinschaftsunterkünfte, Schulen und eine Rehaklinik.

Die Florenbergschule in Pilgerzell bleibt bis nach den Weihnachtsferien geschlossen. Die Ergebnisse der Reihentestung waren Anlass für die Entscheidung, den Distanzunterricht bis zum Ferienbeginn zu verlängern. Aktuell sind 18 positive Fälle in der Schulgemeinde ermittelt worden, darunter drei Lehrkräfte. Weitere Testergebnisse stehen noch aus.

In der DRK-Senioreneinrichtung St. Kilian in Hilders liegen nach der Reihentestung der 57 Bewohnerinnen und Bewohner sowie der 60 Beschäftigten für 27 Bewohner und elf Mitarbeiter positive Ergebnisse vor. Eine Person im Alter von 97 Jahren, die positiv auf SARS-CoV-2 getestet worden war, ist verstorben.

Das Gesundheitsamt des Landkreises Fulda hat für die Einrichtung alle notwendigen Maßnahmen getroffen. Dazu gehören unter anderem die Quarantänisierung der Einrichtung sowie die Veranlassung der weiteren Tests für die Mitarbeiter und Bewohner.

Ebenfalls betroffen ist eine Pflegeeinrichtung in Fulda. Getestet wurden dort  190 Bewohner und 240 Mitarbeiter. Diese umfangreiche Testung hat bisher positive Ergebnisse für sechs Mitarbeiter und 21 Bewohner ergeben. Weitere Ergebnisse stehen noch aus.

Die Einrichtung in Hofbieber, die erstmals Mitte November SARS-CoV-2-Infektionen meldete, ist mit aktuell 45 Fällen, davon 30 Bewohnerinnen und Bewohner, noch belastet. Heute wurden alle Personen erneut getestet, die Ergebnisse liegen noch nicht vor.

In einer Senioreneinrichtung in Hosenfeld wird es am heutigen Samstag eine umfangreiche Testaktion geben. Dort sind bislang drei Mitarbeiter und ein Bewohner positiv getestet.

Auch in der Gersfelder Einrichtung sind erneut alle Bewohner und Mitarbeiter getestet worden. Die derzeitige Situation lässt es möglich erscheinen, dass die Ergebnisse zu einer Aufhebung der Quarantäne führen können. In einer Gemeinschaftsunterkunft in Petersberg sind 17 Bewohner aktuell positiv getestet worden und in Wüstensachen fünf. In beiden Fällen stehen noch weitere Ergebnisse aus.

Das Gesundheitsamt hat alle notwendigen Maßnahmen ergriffen. Im Kloster Hünfeld, wo zuletzt 36 Personen positiv getestet waren, wurde ebenfalls eine erneute umfangreiche Testaktion vorgenommen. Die Ergebnisse liegen bislang nur teilweise vor.

In der Reha-Klinik in Bad Salzschlirf, über die bereits berichtet worden ist, waren aktuell zehn Mitarbeiter und 15 Patienten positiv. Auch hier stehen weitere Ergebnisse der umfangreichen Testung noch aus. Alle positiv getesteten Patienten sind aus der Klinik jeweils in häusliche Quarantäne entlassen worden.

DRK zu Hilders

Im Seniorenzentrum St. Kilian in Hilders sind 27 Bewohner und zwölf Mitarbeiter mit COVID-19-Virus infiziert. „Wir haben sofort entsprechende Maßnahmen gemäß unseres Sicherheits- und Hygienekonzepts eingeleitet, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern. Der Schutz unserer Bewohnerinnen und Bewohner sowie unsere Kolleginnen und Kollegen hat dabei höchste Priorität“, sagt Markus Otto, Geschäftsbereichsleiter Senioren beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Fulda, und versichert: „Unser Krisenstab, bestehend aus Experten von Pflege, Medizin und Hygiene, hat die Koordination vor Ort übernommen.“

Die Verantwortlichen des DRK Kreisverbands Fulda stehen in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt des Landkreises Fulda. „Schon zu Beginn der Pandemie im Frühjahr dieses Jahres haben wir unsere ohnehin hohen Hygiene-Standards nochmals verschärft. Unsere Mitarbeiter werden zudem routinemäßig in fest definierten Zeiträumen mit COVID-19-Schnelltests getestet.“

Besuche in der Einrichtung sind aufgrund der aktuellen Situation ab sofort nicht mehr möglich.

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