Simon Schüler ist Landratskandidat der Fuldaer SPD

Simon Schüler ist Landratskandidat der Fuldaer SPD

Fulda - Die SPD im Unterbezirk Fulda geht mit einem eigenen Kandidaten in den Landratswahlkampf: Der 27 Jahre alte Simon Schüler aus Haimbach tritt am 24. September gegen Amtsinhaber Bernd Woide (CDU) an.

Am Freitagabend nominierte ein außerordentlicher Unterbezirksparteitag in der „Grillenburg“ den Politikwissenschaftler. Schüler ist seit 2016 Mitglied des Kreistages und hier stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Arbeit, Soziales und Gesundheit. Der 27-Jährige ist seit 2008 in der SPD und seit 2012 Mitglied des Unterbezirksvorstandes. Vorher war er unter anderem Juso-Vorsitzender in Fulda (2011 bis 2014) und Mitglied des Juso-Bundesausschusses (2015 bis 2016). Während seiner Vorstellungsrede setzte Schüler, der für die Friedrich-Ebert-Stiftung Hessen in der politischen Bildungsarbeit tätig ist, verschiedene Schwerpunkte:

Attraktiver Wohnraum

„Wir erleben im ländlichen Raum, dass Menschen keine Zugänge mehr zu medizinischer Versorgung, zu Einkaufsmöglichkeiten oder zu öffentlichen Institutionen haben. Dass aus rein ökonomischen Motiven Infrastruktur abgebaut wird, ist absolut nicht hinnehmbar und eine dringende Aufgabe von Politik, hier Abhilfe zu schaffen. Deshalb fordere ich die Ausweitung der Leerstandsförderung und möchte ein Familienförderprogramm auf den Weg bringen.“

Gute Infrastruktur

„Wir müssen die Mobilität aller Bürger sicherstellen. Neben einem gut ausgebauten Straßen- und Schienennetz mit einem bedarfsorientierten Fahrplan setzt das im 21. Jahrhundert auch einen Gestaltungswillen in Fragen der Digitalisierung voraus. Der Landkreis muss die absehbar rasanten Entwicklungen der kommenden Jahre und Jahrzehnte aktiv und kompetent mit vorantreiben, wenn er ein attraktiver Standort für Privatpersonen und Unternehmen bleiben möchte. Die Bevölkerung ist da längst weiter als die Politik.“

Mehr Bürgerbeteiligung „Egal wie engagiert wir Kommunalen sind: Wir werden nicht jede Situation besser beurteilen können als die Betroffenen vor Ort. Diese müssen wir viel stärker und mit verschiedensten Beteiligungsformen in die politischen Entscheidungsprozesse einbinden und zum transparenten ‚Mitmachlandkreis‘ werden. Doch auch bereits existierende Formen der Bürgerbeteiligung will ich fördern: Zehntausende Menschen hier im Landkreis engagieren sich ehrenamtlich. Sie werden mich als Landrat aus vollster Überzeugung an ihrer Seite wissen, denn sie sind das Rückgrat unserer Gesellschaft.“ „Dass unser Landkreis gesamtwirtschaftlich gut dasteht, ist unter anderem ein Verdienst unserer engagierten Unternehmer, insbesondere des Mittelstandes, den ich weiter fördern möchte. Doch dabei dürfen wir die Angestellten nicht vergessen: Der Niedriglohnanteil im Landkreis beispielsweise ist skandalös hoch. Hier besteht großer Handlungsbedarf, genau wie im Bildungssystem. Dort möchte ich schrittweise für kostenfreie Bildung von Anfang an sorgen und mit der Etablierung mindestens einer schulformübergreifenden Gesamtschule dem Bedarf vieler Eltern und Schüler gerecht werden.“

Mehr zum Thema

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesene Artikel

26.000 Besucher bei viertägigem Kaiserwetter auf Schloss Fasanerie

Eine überaus positive Bilanz zogen die Veranstalter des Fürstlichen Gartenfests auf Schloss Fasanerie.
26.000 Besucher bei viertägigem Kaiserwetter auf Schloss Fasanerie

Mädels, Morde und Mutanten: Der Filmsommer im „CineStar Fulda“ beginnt mit einem bunten Programm für jeden Geschmack

Blockbuster, Kinderfilme und mehr gibt es im Juni im CineStar Fulda
Mädels, Morde und Mutanten: Der Filmsommer im „CineStar Fulda“ beginnt mit einem bunten Programm für jeden Geschmack

Schwerer Unfall zwischen Bebra und Solz

Am Samstag kam es zwischen Bebra und Solz zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren Verletzten
Schwerer Unfall zwischen Bebra und Solz

Kinder von Auto angefahren

Kinder von Auto angefahren

Kommentare

Hinweise für das Kommentieren

Von Mo. bis Fr. in der Zeit von 18 bis 9 Uhr und am Wochenende werden keine neuen Kommentare freigeschaltet.
Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.