Menschen in Arbeit bringen

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"Regionalprojekt Wohnen und Arbeiten in Hünfeld" gestartet 

Hünfeld. Was vor einigen Tagen als Pilotprojekt in Eichenzell erfolgreich zu Ende gegangen war, soll nun auch in Hünfeld Menschen wieder in Arbeit bringen, die schon seit längerer Zeit erwerbslos sind. Zudem soll dem Arbeits-/und Fachkräftemangel begegnet werden.

Das "Regionalprojekt Wohnen und Arbeiten in Hünfeld" wurde am Mittwochvormittag im Rathaus vorgestellt. Gekommen waren nicht nur Mitarbeiter des Kreisjobcenters Fulda, sondern auch Vertreter der "Standortinitiative Hünfeld", der "IHK", von Unternehmen und mögliche Bewerber für das Projekt. Dieses soll vom 28. März bis 19. September laufen und ist für 15 Teilnehmer gedacht. Anmelden kann man sich bis zum 17. März um 11 Uhr unter 0661/6006-80000 beziehungsweise per E-Mail unter kreisjobcnetr@landkreis-fulda.de

Bürgermeister Stefan Schwenk hatte noch sichtlich mit der Nachricht zu kämpfen, dass die "Wella" voraussichtlich Ende 2018 dicht machen wird und 380 Arbeitsplätze akut bedroht sind. Dies sei eine Hiobsbotschaft angesichts der hervorragenden wirtschaftlichen Entwicklung mit einer Erwerbslosenquote von 2,5 Prozent. Das "Regionalprojekt" sei der richtige Ansatz, um Menschen wieder für den ersten Arbeitsmarkt fit zu machen und dort zu integrieren.

Jürgen Stock, Leiter des Kreisjobcenters, versicherte Schwenk angesichts der Entwicklung bei "Wella"  zunächst die Solidarität aller Verantwortlichen im Landkreis Fulda. Das Pilotprojekt "Wohnen und Arbeiten" sei zunächst in Darmstadt/Dieburg gestartet und dann vom Land Hessen aufgegriffen worden. Das Fuldaer Kreisjobcenter sei seit Mitte 2016 dabei, begonnen worden sei mit der erwähnten Maßnahme in Eichenzell. Dort konnten nach Auskunft von Koordinator Florian Hütsch  fast die Hälfte der 15 Teilnehmer  eine sozialversicherungspflichtige Arbeit beziehungsweise Ausbildung beginnen. Die Firmen befänden sich überwiegend in der Gemeinde Eichenzell. Durch die Arbeit von Ellen Brauner, die die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Projekts über sechs Monate gecoacht hatte, konnte bei fast 80 Prozent eine spürbare Verbesserung auf dem Weg in Arbeit festgestellt werden.

Brauner wiederum sprach sich für eine offene und ehrliche Kommunikation aus, die Gruppe treffe sich alle 14 Tage dienstags von 9 bis 11.30 Uhr in Räumen, die die Stadt Hünfeld zur Verfügung stelle. Vorteile des Coachings vor Ort seien das Herausarbeiten neuer Perspektiven und verborgener Stärken, das gemeinsame Nutzen von Netzwerken, die direkte Beratung bei der Stellensuche sowie bei Bewerbungen und Weiterbildungen. "Sie haben feste Ansprechpartner, die mit Ihnen an einem Strang ziehen", so Brauner. Zudem werde es regelmäßigen Kontakt zwischen den Teilnehmern und den regionalen Arbeitgebern geben. 

Christoph Noll zeigte abschließend die Vorteile für die heimischen Unternehmen auf: Deren neue Mitarbeiter könnten individuell qualifiziert werden; zudem reagiere das Kreisjobcenter so "zuverlässig, schnell und flexibel" auf Personalbedarf. "Wir kommunizieren ehrlich mit Ihnen, sollten wir keinen geeigneten Bewerber nennen können", betonte Noll weiter, der auch die Möglichkeit der finanziellen Förderung bei Abschluss eines sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisses erwähnte. 

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